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Pinienkerne: EU-Importe bleiben leicht über Vorjahresniveau

21. Januar 2026 um 10:11 , Der AUDITOR
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BRÜSSEL/TOMSK. EU-Länder haben ihre Pinienkernimporte 2025 auf einem ähnlichen Niveau gehalten wie im Vorjahr. Die weltweite Produktion ist hingegen um rund 28% zurückgegangen.

EU-Importe mit leichtem Anstieg

Im Jahr 2025 wurden insgesamt 9.655 mt Pinienkerne im Wert von 174,322 Mio. EUR aus Drittstaaten in die EU importiert. Damit ist das Einfuhrvolumen im Jahresvergleich um 2,1% gestiegen, während der Importwert sogar um 6,7% zulegte. Der durchschnittliche Importpreis lag in diesem Zeitraum mit 18,06 EUR/kg zudem rund 4,6% über dem des Vorjahres.

Die Lieferungen aus China legten gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 12,2% auf 8.116 mt zu, damit stammen gut 84% der gesamten EU-Import von dort. Zudem erhöhte die EU ihre Importe aus der Mongolei (+168,3% auf 322 mt) und Afghanistan (+693,3% auf 119 mt). Im Gegensatz dazu verzeichneten die Einfuhren aus der Türkei und Russland einen Rückgang um je 43,0% auf 538 mt bzw. um 55,8% auf 424 mt. Hauptimporteure in der EU sind Deutschland (+11,2% auf 4.680 mt), Italien (+9,7% auf 1.580 mt) und die Niederlande (-8,7% auf 677 mt). 

EU-Import Pinienkerne in mt

Partner

2024

2025

Diff.

China

7.233

8.116

12,2%

Türkei

944

538

-43,0%

Russland

959

424

-55,8%

Mongolei

120

322

168,3%

Afghanistan

15

119

693,3%

Andere

190

136

-28,4%

Gesamt

9.461

9.655

2,1%

Quelle: DG AGRI TAXUD Customs Surveillance System, 01.01.-31.12.

08029100+08029200 Pinienkerne, mit und ohne Schale

Weltweite Ernte um 28% gesunken

Der im November veröffentlichte Berichte des International Nut and Dried Fruit Council setzt die weltweite Ernte 2025/2026 auf 126.490 mt Pinienkerne in der Schale an, das sind fast 28% weniger als im Vorjahr. Unter anderem ging der Ertrag in China um 44% auf 62.400 mt zurück, während in Russland 18.000 mt (+20%) geerntet wurden. Im Mittelmeerraum verzeichnete insbesondere die Türkei einen spürbaren Anstieg um 39,4% auf 7.600 mt, während Länder wie Italien, Portugal und Spanien erheblich geringere Ernten einfuhren als im vergangenen Jahr. 

Sibirische Exporte sind gestiegen

Laut der russischen Regionalnachrichtenagentur RIA Tomsk, haben drei sibirische Regionen, die unter der Aufsicht der Rosselkhoznadzor stehen, dass drei der sibirischen Regionen unter der Aufsicht um Jahr 2025 insgesamt 1.403 mt Pinienkerne in rund 16 Länder exportiert. Die Oblast Tomsk ist mit einem Ausfuhrvolumen von 1.300 mt die mit Abstand wichtigste Exportregion. Der Großteil der Lieferungen erfolgte mit 981 mt nach China, weitere Abnehmerländer waren Kasachstan, Tschechien, Serbien und Belarus. Rund 88 mt der Exporte entfielen zudem auf die Region Nowosibirsk, hier waren die Hauptabnehmerländer Kasachstan, Weißrussland, Kirgisistan, Moldawien und Deutschland.

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