Nüsse

Pekannüsse: US-Farmer planen für die Zukunft

9. August 2021 10:38, Der AUDITOR
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ATLANTA/REUS. Aufgrund der deutlich gestiegenen Nachfrage planen die Erzeuger in den USA, ihre Anbaufläche deutlich zu erweitern. Das Problem dabei ist allerdings der Zeitfaktor.

Produktionsrückgang in Mexiko

Mexiko bleibt auch in der Saison 2021/22 das wichtigste Produktionsland für Pekannüsse, auch wenn die USA auf Platz 2 langsam, aber sicher aufholen. Zwar wird die Ernte in Mexiko in diesem Jahr geringer ausfallen als 2020, das liegt allerdings daran, dass die Bäume sich letztes Jahr im sogenannten „on-year“ befanden, in dem die Bäume am meisten Nüsse tragen. Die aktuellen Schätzungen des International Nut and Dried Fruit Council (INC) liegen für die Saison 2021/22 bei 155.000 mt Pekannüssen in der Schale, was einem Rückgang von knapp 6% gegenüber der vorherigen Saison bedeuten würde. Der INC betont aber auch, dass die Menger zwar geringer, die Qualität der Nüsse aber besser als letztes Jahr sein wird. Erste Sichtungen sprechen für eine gesunde und sich gut entwickelnde Ernte, was unter anderem durch den kalten Winter gefördert wurde, der den Bäumen zugutekam. Der INC schätzt, dass von den 164.300 mt der Ernte 2020/21 gut 137.000 mt für den Export geeignet sind.

Produktion Pekannüsse in der Schale in mt

Land

2020/21

2021/22

Diff.

Mexiko

164.300

155.000

-5,7%

USA

137.150

142.900

4,2%

Südafrika

21.500

21.700

0,9%

Brasilien

3.500

5.000

42,9%

Australien

2.086

3.180

52,4%

China

1.350

2.000

48,1%

Andere

1.900

3.500

84,2%

Gesamt

331.786

333.280

0,5%

Quelle: INC, Juli 2021

US-Farmer stocken auf

Für die USA prognostiziert der INC in der Saison 2021/22 einen Produktionsanstieg von gut 4%. Hier befinden sich die Nüsse noch in der früheren Entwicklungsphase, bisher berichten die Farmer aber von stabilen Wetterverhältnissen und einer guten Entwicklung der Cluster. Späte Nachtfröste im Frühling haben die Entwicklung vor allem in Oklahoma und Texas verzögert, welcher Schaden hierbei entstanden ist, bleibt aber noch abzuwarten.

Der American Pecan Council (APC) erklärt in seinem Exportbericht (1. September 2020 bis 30. April 2021), dass die Exportnachfrage im Jahresvergleich um 18%, die Inlandsnachfrage sogar um 29% und die US-Gesamtlieferungen in diesem Zeitraum um 26% gestiegen sind. Das steigende Kaufinteresse bringt die US-Pekannussfarmer nach Angaben von Pecan Report wiederum dazu, expandieren zu wollen. Das Problem dabei ist die langsame Entwicklung der Pekannussbäume, die nach der Neupflanzung im Schnitt sieben bis zehn Jahre benötigen, ehe sie Nüsse tragen. Dennoch haben viele Farmer mit Blick auf die Zukunft ihre Anbaufläche erweitert, vor allem im Südosten und Südwesten der USA.

Preise sinken leicht

Die Preise auf dem europäischen Spotmarkt halten sich im Vergleich zum Vormonat auf einem stabilen Niveau mit nur leichten Rückgängen. Geschälte Pekannuss-Hälften der Sorte Fancy Junior Mammoth aus den USA kosten aktuell 9,75 EUR/kg FCA Spanien.

Pekannüsse, USA

Sorte

EUR/kg

Geschält, Fancy Junior Mammoth Halves

9,75

Geschält, Fancy Mammoth Halves

9,90

FCA Spanien

Anbaufläche in Südafrika wächst

In Südafrika haben die Erzeuger bereits 2015 angefangen, die Anbaufläche um jährlich etwa 4.500 ha zu erweitern, sodass der INC hier in den kommenden Jahren stetige Produktionssteigerungen erwartet. Im vergangenen Jahr wurden bereits 21.500 mt geerntet, und der INC rechnet damit, dass sich dieses Erntevolumen bis spätestens 2030 noch einmal verdoppeln dürfte. Für die kommende Saison wird allerdings nur mit einem leichten Anstieg von 1% gegenüber der Saison 2020/21 gerechnet.

Ähnlich sieht es für die Welternte 2021/22 aus, die nach INC-Schätzungen im Jahresvergleich um 0,5% steigen und sich damit auf 333.280 mt belaufen wird.

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