Kostenfrei

Pekannüsse: Schlimmste Dürre seit 1.200 Jahren

16. Mai 2022 um 10:49 , Der AUDITOR
Bericht als Audio abspielen

SANTA FE/SACRAMENTO. Wie aktuelle Studien ergeben, steckt der Westen der USA in der schlimmsten anhaltenden Dürrephase seit 1.200 Jahren. Durch die Wasserbegrenzungen müssen die dort ansässigen Farmer nun schwierige Entscheidungen treffen.

Amerikanische Lebensmittelproduktion wird eingeschränkt

Als wären die geopolitischen Spannungen und die Pandemie noch nicht genug, haben die Farmer im Westen der USA, vor allem in Kalifornien, in den vergangenen Monaten mit schwierigen Entscheidungen aufgrund der großen Trockenheit zu kämpfen. Wie unter anderem das Smithsonian Magazine berichtet, wird der Südwesten der USA aktuell von der schlimmsten Dürre seit 1.200 Jahren heimgesucht. Eine Studie der University of California belegt, dass diese zu einem Großteil dem menschgemachten Klimawandel geschuldet ist. Durch die Wasserbeschränkungen sehen sich viele Erzeuger in den kalifornischen Anbaugebieten gezwungen, große Abstriche auf ihren Feldern zu machen, wie Pecan Report berichtet; das führt nicht nur zu großen Einschnitten bei Pekannüssen, sondern auch in anderen Bereichen der amerikanischen Lebensmittelproduktion.

Wasserstress führt zu Verlust der Nüsse

Bedingt durch weniger Schnee- und Regenfälle muss der Wasserverbrauch der Landwirte in diesem Jahr eingeschränkt werden; davon ist neben Kalifornien auch das wichtigste Pekannuss-Anbaugebiet im Westen der USA, New Mexico, betroffen. Der US-Bundesstaat liegt weltweit auf Platz 2 der wichtigsten Anbaugebiete hinter Georgia – in diesem Jahr werden hier sogar möglicherweise mehr Pekannüsse als in Georgia geerntet, da die dortige Region von heftigen Hurrikans heimgesucht wurde. Das trockene Klima New Mexicos eignet sich bestens für den Anbau gesunder Nüsse, da Insekten- und Krankheitsbefall minimiert werden. Dennoch ist eine ausreichende Bewässerung natürlich vonnöten und die Förderprogramme entlang des Rio Grande werden Pecan Report zufolge entsprechend ausgeweitet; dennoch dürfte die Jahrtausend-Dürre merkliche Auswirkungen haben, denn die Bäume werfen als Konsequenz des Wasserstresses ihre Nüsse ab. Das Ausmaß dieser Verluste bleibt vorerst abzuwarten.

Die Pekannusspreise auf dem europäischen Spotmarkt zeigen sich indes unverändert zur Vorwoche und liegen für Fancy Junior Mammoth Halves aus den USA weiterhin bei 13,00 EUR/kg FCA Spanien.

Pekannüsse, USA

Sorte

EUR/kg

USD/kg

Geschält, Fancy Junior Mammoth Halves

13,00

13,64

Large Pieces

11,95

12,55

Small Pieces

11,85

12,45

FCA Spanien

Für mehr Informationen gehen Sie zu: 
weitere Preischarts

Dies könnte Sie ebenfalls interessieren

zur Nachrichten-Übersicht
Nüsse
19.05.2026
MANILA. Die Kokoserzeuger auf den Philippinen, aber auch in anderen Produktionsländern wie Vietnam und Indonesien blicken besorgt auf das El-Niño-Wetterphänomen, das sich in den kommenden Monaten entwickeln könnte. Auch steigende Kraftstoffpreise und eine begrenzte Verfügbarkeit machen ihnen zu schaffen.
Nüsse
19.05.2026
FRESNO/MACAO. Die weltweite Pistazienproduktion dürfte 2026/2027 auf ein Mehrjahrestief sinken. Wie aus dem vom Administrative Committee for Pistachios veröffentlichten Bericht hervorgeht, waren die US-Exporte im April rückläufig.
Nüsse
18.05.2026
SANTIAGO. Chiles Exporte ungeschälter Walnüsse hatten einen schleppenden Saisonstart. Bei geschälten Walnüssen ist das Gegenteil der Fall, wie der von ChileNut veröffentlichte Bericht für April zeigt.
Nüsse
18.05.2026
JINAN/BRÜSSEL. Der chinesische Markt für Edelkastanien verzeichnete eine gute Saison 2025/2026. Das Exportgeschäft wandelt sich allerdings. EU-Länder importierten deutlich weniger Kastanien aus China als im Vorjahr.