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Paranüsse: Durchschnittliche Importpreise um 76% gestiegen

26. November 2025 um 14:36 , Der AUDITOR
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SUCRE/PALMA. Massive Ertragseinbußen habe die Preise für Paranüsse in diesem Jahr steigen lassen. Der durchschnittliche Preis für Lieferungen in die EU sind gegenüber dem Vorjahr um 76% gestiegen.

Hoffen auf neue Ernte

Massive Ertragsverluste in allen südamerikanischen Hauptanbauländern sorgen in diesem Jahr für eine Verknappung des Paranussangebots im internationalen Markt. Infolgedessen sind die Preise außergewöhnlich hoch. Laut den Experten von Chelmer Foods kommt es zu erheblichen Lieferverzögerungen und eine Kontrakte mussten ins Jahr 2026 verschoben werden. Im vergangenen Frühjahr hatte der International Nut and Dried Fruit Council für die Ernte 2025/2026 ein Gesamtergebnis von 63.060 mt vorhergesagt, das entspricht einem Rückgang um 37,1% gegenüber dem Vorjahr. So wurde unter andere, die Ernte in Bolivien auf lediglich 46.800 mt geschätzt – rund 40% weniger als 2024/2025. Die bolivianische Ernte macht rund 74% der weltweiten Paranussproduktion aus.

Die Paranussernte kann je nach Region bereits im November starten, die Haupternte erfolgt hingegen zwischen Januar und März. Bislang kommt die neue Ernte langsamer in den Markt als angenommen, so Chelmer Foods, und ein verlässliches Ergebnis ist schwer vorherzubestimmen. Marktteilnehmer hoffen auf eine durchschnittliche Ernte, was Ertrag und Kerngröße betrifft. Ist dies der Fall, so rechnet Chelmer Foods ab April, wenn die Ware für den Export aufbereitet wurde, mit sinkenden Preisen. Aktuell liegen die Rohwarenpreise im bolivianischen Markt bei 750 Bs/Caja (22 kg) – das entspricht etwa 5,48 EUR/kg.

EU-Importe um ein Viertel gesunken

Interessant ist zu sehen, dass die EU-Importe nicht in dem Maße zurückgegangen sind, wie es das Produktionsdefizit hätte vermuten lassen. Zwischen dem 01.01.-16.11.2025 importierten EU-Länder insgesamt 9.497 mt Paranüsse aus Drittstaaten, das sind 25% weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der durchschnittliche Importpreis lag in diesem Jahr bei 10,81 EUR/kg, ein Plus von satten 76,3%. Infolgedessen stieg der Importwert um 31,7% auf 102,698 Mio. EUR. Rund 87% der Lieferungen stammen aus Bolivien, gefolgt von Peru und Brasilien. Hauptabnehmer in der EU sind die Niederlande mit 3.540 mt (-21,2% ggü. Vj.), gefolgt von Deutschland (-39,2% auf 3.390 mt) und Spanien (+16,8% auf 959 mt). 

EU-Import Paranüsse in mt

Partner

2024

2025

Diff.

Bolivien

10.993

8.264

-24,8%

Peru

820

838

2,2%

Brasilien

760

271

-64,3%

Andere

160

124

-22,5%

Gesamt

12.733

9.497

-25,4%

Quelle: DG AGRI TAXUD Customs Surveillance System, 01.01.-16.11.

08012100+08012200 Paranüsse, mit und ohne Schale

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