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Paranüsse: Boliviens Produktion nimmt zu

9. April 2024 um 10:19 , Der AUDITOR
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SUCRE/REUS. Die Paranusssaison hat einen deutlich lebhafteren Start hingelegt als im Vorjahr. Bolivien bleibt der wichtigste Produzent, Brasilien muss hingegen Verluste einstecken.

Paranüsse als Alternative

Wie der International Nut and Dried Fruit Council (INC) berichtet, wurde die Paranusssaison 2022/23 mit sehr geringen Überhangbeständen abgeschlossen. Dabei wurden Boliviens Restbestände vollständig von Brasilien aufgekauft, als das Land die Inlandsnachfrage um die Weihnachtszeit nicht mehr decken konnte. Zuvor hatte Brasilien selbst sehr große Mengen exportiert, als die Preise noch günstiger waren. Zudem hatte eine Verknappung von Cashewnüssen auf dem brasilianischen Markt dafür gesorgt, dass viele Käufer auf der Suche nach Paranüssen als Alternative waren.

Bolivien mit Abstand wichtigster Produzent

Die Saison 2023/24 erlebte dem Verband zufolge einen deutlich lebhafteren Start gegenüber dem langsamen Saisonbeginn des Vorjahres. Das geringe verbliebene Angebot traf auf ein hohes Kaufinteresse, und die meisten Spediteure waren bis in den Mai hinein ausgebucht. Mitte Februar versuchten viele Käufer, sich mit Rohware einzudecken, um ihre Verträge erfüllen zu können. Das Angebot war allerdings noch immer begrenzt und die Rohwarenpreise stiegen, auch, weil die Fabriken erpicht darauf waren, mit dem Schälen der Nüsse zu beginnen. Die Käufe laufen dem INC zufolge bisher gut. Der wichtigste Produzent bleibt auch in dieser Saison mit großen Abstand Bolivien, die Ernteschätzungen des INC liegen hier bei 66.000 mt, was einer Steigerung von 15,8% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Es folgen Peru mit 16.500 mt und Brasilien, das mit 7.500 mt einen Rückgang von 16,7% gegenüber dem Vorjahr einstecken muss.

Produktion Paranüsse in der Schale, in mt

Land

2022/23

2023/24

Diff.

Bolivien

57.000

66.000

15,8%

Peru

15.000

16.500

10,0%

Brasilien

9.000

7.500

-16,7%

Gesamt

81.000

90.000

11,1%

Quelle: INC, März 2024

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