Olivenöl: Türkei rechnet mit gutem Produktionsergebnis

10. Dezember 2025 um 10:55 , Der AUDITOR
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IZMIR/BRÜSSEL. Die türkische Olivenernte 2025 soll deutlich besser ausgefallen sein als zunächst angenommen. Die Saison startete mit starken Exportergebnissen. Auch EU-Länder konnte ihre Ausfuhren gegenüber dem Vorjahr steigern.

Hohe Erträge

Frost und Trockenheit hatten in diesem Jahr zur Folge, dass wichtige Agrarprodukte in der Türkei massive Ernteeinbußen erlitten. Im Gegensatz dazu soll die Olivenernte ein sehr gutes Ergebnis erzielen. Regionen wie Manisa, Bursa, Aydın, Mersin und Balıkesir werden voraussichtlich die beste Produktion erzielen, wobei Qualität und Fruchtgröße als ausgezeichnet bewertet werden. Vom Ministerium durchgeführte Kontrollen bestätigen hohe Erträge in den Olivenhainen, was auf eine der vielversprechendsten Olivenernten der letzten Jahre hindeute.

Während die diesjährige Ernte zunächst auf 2,45 Mio. mt geschätzt wurde (-34,7% ggü. Vj.), spricht die aktuelle Prognose des Nationalen Ausschuss für Ertragsschätzungen von einer Olivenernte 2025 von 3,6 Mio. mt. Mehr als 204 Mio. Olivenbäume werden derzeit in der Türkei bewirtschaftet. Davon sollen 750.000 mt auf Tafeloliven entfallen und die übrigen 2,85 Mio. mt werden zu Olivenöl weiterverarbeitet (ca. 475.000 mt). Das wären ähnliche Ergebnisse wie im Vorjahr.    

Olivenexporte im Oktober um 13% gestiegen

Türkische Exporteure von Tafeloliven haben die Saison 2024/2025 mit einem Rekordergebnis von Ausfuhren im Wert von 255 Mio. USD beendet. Und auch der erste Monat der Saison 2025/2026 legte bereits einen guten Start hin. Wie der Vorsitzende des Ägäischen Verbandes der Oliven- und Olivenölexporteure, Emre Uygun, mitteilte, wurden schwarze Oliven im Wert von 19,5 Mio. USD (+9%) exportiert, die Ausfuhr von grünen Oliven legte sogar um 28% auf 5,5 Mio. USD zu. Ziel sei es in diesem Jahr Tafeloliven im Wert von 300 Mio. USD aus der Türkei zu exportieren.

Deutschland (6,6 Mio. USD) war zu Beginn der Saison der wichtigste Importeur, gefolgt vom Irak (4,3 Mio. USD) und Rumänien (2,7 Mio. mt). Des Weiteren waren deutliche Steigerungen bei den Exporten in die USA (+39%) sowie nach Großbritannien (+194%) und Russland (+47%) zu verzeichnen.   

EU-Exporte sind um 25% gestiegen

Nach dem guten Start in die Exportsaison 2025/2026 bleiben die Lieferungen aus EU-Länder in Drittstaaten auf einem deutlich höheren Niveau als im Vorjahr. Im Zeitraum 01.10.-07.12.2025 lieferte die EU insgesamt 116.625 mt Olivenöl (EU-Kategorien 1 bis 5, behandelt und unbehandelt) im Wert von 659,285 Mio. EUR. Damit ist das Exportvolumen um 24,8% gestiegen, während der Exportwert um rund 18,5% gesunken ist. Der durchschnittliche Exportpreis lag in den ersten zwei Monaten der laufenden Saison bei 5,65 EUR/kg, während er im Vorjahreszeitraum noch bei 8,66 EUR/kg kam.

Mit 62.823 mt stammten mehr als die Hälfte der EU-Exporte aus Spanien, es folgen Italien (33.096 mt), Portugal (13.573 mt) und Griechenland (4.247 mt). Gut ein Viertel der EU-Lieferungen erfolgten mit 32.160 mt in die USA, weitere wichtige Abnehmerländer waren Brasilien (13.554 mt), Großbritannien (11.361 mt) und Korea (6.865 mt).

Die EU-Importe beliefen sich im oben genannten Zeitraum auf 8.773 mt Olivenöl im Wert von 33,746 Mio. EUR. Mit 4.633 mt stammen 52,8% der Lieferungen aus Tunesien, während die Türkei lediglich 100 mt Olivenöl in die EU exportierte – rund 60% weniger im Vorjahreszeitraum. 

EU-Export Olivenöl in mt

Partner

2024

2025

Diff.

Spanien

43.053

62.823

45,9%

Italien

32.743

33.096

1,1%

Portugal

10.982

13.573

23,6%

Griechenland

4.009

4.247

5,9%

Belgien

746

830

11,3%

Frankreich

692

734

6,1%

Deutschland

558

523

-6,3%

Andere

641

799

24,6%

Gesamt

93.424

116.625

24,8%

Quelle: DG AGRI TAXUD Customs Surveillance System, 01.10.-07.12. 15092000+15093000+15094000+15099000 Olivenöl

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