Nordzucker rechnet auch im Krisenjahr mit stabilen Zuckerpreisen

28. Mai 2020 um 15:03 , Der AUDITOR
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BRAUNSCHWEIG. Wie die Nordzucker AG in ihrer aktuellen Pressemeldung mitteilte, konnte der Konzern das Geschäftsjahr 2019/20 mit einem leichten Umsatzanstieg und einem operativen Verlust abschließen, der deutlich geringer als der Vorjahresverlust und als erwartet war.

Dazu hätten die Neuausrichtung der Vertriebsstrategie, die deutliche Verschlankung der Organisation und umfassende dauerhafte Kostenreduzierungen beigetragen. Erstmals und mit einem positiven Beitrag konsolidiert wurde die zum 31. Juli 2019 erworbene 70-Prozent-Mehrheitsbeteiligung an dem zweitgrößten australischen Zuckerhersteller Mackay Sugar Ltd. (MSL). Ein positives Ergebnis der Nordzucker AG im laufenden Geschäftsjahr 2020/21 bleibe trotz durch die Corona-Krise bedingten Unsicherheiten realistisch. Der Konzern konnte im Geschäftsjahr 2019/20 Umsatz von 1.439 Mio. EUR erzielen, ein Plus von 6% gegenüber dem Vorjahr. Das operative Ergebnis (EBIT) betrug minus 15 Mio. EUR gegenüber minus 58 Mio. EUR im Vorjahr. 

Herausforderungen durch Corona-Krise

Die rückläufige Zuckerproduktion in Europa und die Erwartung eines weltweiten Defizits hatte dafür gesorgt, dass sich sowohl im Weltmarkt als auch in der EU die Zuckerpreise im Laufe des vergangenen Geschäftsjahres erholen konnten.

Durch die Corona-Pandemie gab es allerdings eine Verschiebung im internationalen Markt: Der Verfall der Ölpreise sorgte dafür, dass die Verarbeiter in Brasilien von der Bioethanol- auf die Zuckerherstellung umstellten.  

Gleichzeitig aber stieg die Zuckernachfrage im europäischen Einzelhandel aufgrund von Bevorratungskäufen, fiel dann aber wieder auf ein unterdurchschnittliches Niveau. Nordzucker rechnet allerdings mit einer Normalisierung. 

„Wir konnten die plötzlich aufgetretene erhöhte Nachfrage in allen unseren Ländern bedienen. Hierfür haben sich viele unserer Kunden ausdrücklich bei uns bedankt,“ berichtet Dr. Lars Gorissen, CEO. „Aufgrund der Lockerungen gehen wir aktuell davon aus, dass die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Nachfrage in der EU relativ gering sein werden und die Preise weitgehend stabil bleiben. Unser klares Ziel ist, im laufenden Geschäftsjahr wieder positive Ergebnisse zu erwirtschaften.“

Auf Basis der geschaffenen wettbewerbsfähigen Kostenstrukturen und hoher Rübenerträge rechnet der Konzern mit einer Preisentwicklung die positive Unternehmensergebnisse, attraktive Rübenpreise und angemessene Dividenden ermöglichen wird soll. 

Besonderes Augenmerk auf Umweltschutz

„Wir gehen davon aus, dass weltweit der Zuckerverbrauch weiter wächst, nachdem ein Corona-bedingter Rückgang überwunden ist, und verfolgen das Ziel, unsere Rohrzucker-Aktivitäten weiter auszubauen“, erklärt Dr. Lars Gorissen.

Nordzucker widmet besonderes Augenmerk den gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen hinsichtlich des Umweltschutzes.

Über die seit Jahrzehnten bewiesenen Erfolge in der Energieeffizienz und Kreislaufwirtschaft hinaus entwickelt das Unternehmen Pläne, um die CO2-Reduzierung in der Produktion zu verbessern. Derweil geht es im Rübenanbau darum, im Versuchswesen und in der Forschung an Lösungen für den verringerten Einsatz von Pflanzenschutz- und Düngemitteln zu arbeiten. Zusätzlich fordert die Auswirkung der Trockenheit der vergangenen Jahre neue Konzepte.

Dass der Rübenanbau Zukunft hat, zeigen die abgeschlossenen Zuckerrüben-Lieferungsverträge in Deutschland, heißt es in der Pressemitteilung. Mehr 85% der Rübenmenge seien von den Bauern in Mehrjahresverträgen gezeichnet worden, wodurch die Rübenversorgung für die kommenden drei Jahre gesichert sei.

Pressemitteilung Nordzucker AG

 

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