Kostenfrei

Mais: Vorläufige Anbauzahlen für Deutschland

29. Juni 2022 um 15:25 , Der AUDITOR
Bericht als Audio abspielen

BONN. Das statistische Bundesamt (Destatis) veröffentlichte kürzlich vorläufige Zahlen zur Anbaufläche 2022 von Silo- bzw. Körnermais in Deutschland. Die Gesamtanbaufläche deckt sich weitgehend mit den Ergebnissen der Schätzung, die vom Deutschen Maiskomitee in Auftrag gegeben wurde – bei der Aufteilung gibt es allerdings Unterschiede.

Anbaufläche hat sich verkleinert

Laut Destatis beläuft sich die Körnermaisfläche inkl. CCM (Corn-Cob-Mix) auf 441.200 ha und die Silomaisfläche auf 2.034.900 ha – demnach ist die Silomaisfläche im Vergleich zum vergangenen Jahr um 8,3% gesunken und die Körnermaisfläche um 2,4% gestiegen. Die Gesamtmaisfläche hat sich somit von 2.648.800 ha (2021) um 6,5% auf 2.476.100 ha in diesem Jahr verringert. Die aktuellen Zahlen für 2022 von Destatis sind als vorläufige Anbautendenzen zu betrachten und beruhen auf einer begrenzten Anzahl von Angaben aus der aktuellen Ernte- und Betriebsberichterstattung.

Die vom Deutschen Maiskomitee e.V. (DMK) beauftragte Maisflächenschätzung des Marktforschungsunternehmen Kynetec kommt mit 2.472.000 ha Gesamtanbaufläche zu einem annähernd identischen Ergebnis wie Destatis. Jedoch wurde bei dieser repräsentativen Umfrage eine deutlich höhere Fläche für die Körnermaisnutzung ermittelt. Laut Kynetec soll sie bei 536.430 ha liegen, die Silomaisfläche erreicht demgegenüber mit knapp 1.936.000 ha nicht ganz die Zwei-Millionen-Grenze. Gegenüber dem Vorjahr ermittelte auch Kynetec eine insgesamt sinkende Anbaufläche von rund 6%.

Vergleich auf Bundeslandebene

Ein interessantes Ergebnis der Kynetec-Studie ist, dass ein Rückgang der Anbauflächen für alle Bundesländer festgestellt werden konnte. Dabei unterscheiden sich jedoch die Anteile zur Flächeneinschränkung deutlich: Am höchsten sind die Zahlen in einem Gürtel von Sachsen-Anhalt über Thüringen, Hessen, Rheinland-Pfalz bis zum Saarland. In diesen Ländern liegt der durchschnittliche Rückgang der Maisflächen im zweistelligen Prozentbereich.

Das DMK veröffentlicht Zahlen zur gesamten und regionalen Maisanbauflä­che auf seiner Website.

Dies könnte Sie ebenfalls interessieren

zur Nachrichten-Übersicht
Getreide
01.10.2026
CHICAGO/PARIS. Der Handel gibt sich gelassen, türmen sich in Russland und der Ukraine gigantische Weizenlagervorräte, weil der Export kriegsverschuldet nicht in Gang kommt, diese Mengen aber später an den Markt gelangen. Indes geht Ägyptens Weizennachfrage zurück. Mais gerät durch verstärkten Exportdruck aus den USA und der Ukraine unter Druck.
Getreide
29.09.2026
CHICAGO/PARIS. China senkt die Zölle für verschiedene Agrarprodukte aus den USA, was den Import aus den USA fördern könnte, aber aus Handelssicht fraglich bleibt. Ukraine und Russland liefern in laufender Saison gut 7 Mio.mt weniger Weizen als im Vorjahr. Dadurch wachsen die Bestände massiv.
Getreide
24.09.2026
CHICAGO/PARIS. Russland rüstet Hafenterminals für Mineraldünger, Kohle und Eisenerz an der Ostsee auf Getreideumschlag um, werden große Mengen an russischem Getreide über das Schienennetz dorthin umgeleitet. Asiatische Importländer kaufen in der EU. EU-Maisernte sinkt um 21 Prozent.
Getreide
22.09.2026
CHICAGO/PARIS. Ägypten wendet sich bei Weizenkäufen Ursprüngen aus Frankreich, Rumänien und Bulgarien zu, brechen Schwarzmeerexporte kriegsbedingt weiter ein. Frankreichs Weizenqualität ist deutlich besser als im Vorjahr. Treffen Trump-Xi nährt Hoffnungen auf neue Abkommen.