Mais: Ukraine exportiert im Juli 1,4 Mio. mt

25. Juli 2019 um 12:44 , Der AUDITOR
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PARIS. In den USA konnte Mais den Vortagskurs nicht halten. Die veröffentlichten UVP-Daten zeigten, dass die Ethanolproduktion...

in der Woche bis zum 19. Juli durchschnittlich nur 1,039 Millionen Barrel pro Tag erreichte, was ein Minus von 27.000 Barrel zur Vorwoche war. Die US-Ethanolvorräte stiegen daher um weitere 324.000 Barrel auf 23,7 Millionen Barrel, was der Markt mit Kursverlusten quittierte.

Neuste US-Wetterberichte zeigten keine Extreme für den Corn Belt. Kühlere Witterung sollte das empfindliche Stadium des Fahnenschiebens bei Mais unterstützen. Spekulationen darüber, dass während der Überschwemmungen im Frühjahr im Corn Belt 15 bis 20 Millionen Acres Mais verloren gingen, verunsichern weiterhin den US-Maismarkt. Dabei entwickelte sich die Inlandsnachfrage stabil, während die Exportverkäufe schwach beurteilt wurden. Importeure können viel günstiger Mais aus Argentinien kaufen, meinten US-Händler. In Kanada senkten die Analysten von Agriculture and Agri-Food Canada (AAFC) ihre Maisprognose um 0,3 Mio. mt auf 14,3 Mio. mt. Im Vorjahr erntete Kanada immerhin 19,3 Mio. mt Mais.

In Brasilien schätzte der Handel den Erntefortschritt bei der Safrinha-Maisernte auf 75 % mit großem Vorsprung von über 30 % zum Vorjahr. Weiterhin drohen Trucker-Streiks, weil die LKW-Fahrer die neuen Mindestfrachtsätze des brasilianischen Landesverkehrsamt (ANTT) nicht akzeptieren. Trotzdem läuft der Maisexport bisher auf hohem Niveau, jedoch gibt es starke Konkurrenz aus dem Nachbarstaat, wo argentinischer Mais preiswert angeboten wird, meinte der Handel.

In Frankreich wachsen die Befürchtungen über Hitzeschäden bei Mais. Selbst Beregnung kann bei Temperaturen über 40 Grad wenig bewerkstelligen. Dabei können bei Mais die Blütenstände eintrocknen und Kolbenansätze verkümmern. Insofern ist für den französischen Maismarkt wichtig, ob am kommenden Wochenende ausreichend Regen für Linderung sorgt. Dabei rechnet Frankreichs Handel mit einer Maisernte von 12,68 Mio. mt gegenüber 14,49 Mio. mt im Vorjahr. Auch in Deutschland ist bei Mais in abgeschwächter Form mit Ertragsschäden zurechnen. Jedoch stehen die Bestände Süddeutschland bestens.  In der Ukraine korrigierte APK-Inform seine Maisprognose um 1,0 Mio. mt auf 33 Mio. mt nach unten. Laut Zollbehörden exportierte die Ukraine vom 1. – 24. Juli gut 1, 4 Mio. mt Mais, gut 865.000 mt mehr als im Vorjahr. Am französischen Kassamarkt tendierten die Maispreise zuletzt fester, am niederländischen und deutschen Markt blieb der Preis stehen.


Mais-Kassakurse (Fronttermin)

Mais (handelsüblich) FOB, DAP

Parität

EUR/mt

Veränd.

Bordeaux

168,00

1,00

La Pallice

168,00

1,00

Holland

190,00

0,00

Oldenburg

193,00

0,00

Niederrhein

187,00

0,00

Oberrhein

185,00

0,00

Ukraine

-

-

Russland

-

-

Argentinien

-

-

Brasilien

-

-

 

EU-Maisernte 2019-20 (Prognose)

EU-Maisernte (1.000 mt) 

Länder

2019/20

2018/19

Frankreich

12.680,0

14.4916,0

Deutschland

4.270,0

4.541,0

Italien

5.826

6.110

Spanien

3.360

3.800

Polen

4.020

3.840

Ungarn

8.370

8.665

Rumänien

11.450

12.000

Bulgarien

2.550

3.077

EU-28

62.370

62.754

 

Welt-Maisernte 2019-20 (Prognose)

EU-Maisernte (1.000 mt) 

Länder

2019/20

2018/19

USA

347.500

366.300

Argentinien

56.000

49.000

Brasilien

101.000

101.000

China

254.000

257.300

Südafrika

14.000

11.500

Ukraine

33.000

35.800

EU-28

62.370

62.754

Welt

1.009.200

1.120.500

 

Quelle: Handel, USDA, EU-Kommission u.a.

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