Mais: Regen könnte Wetterprämie abschmelzen

26. Juli 2019 um 12:01 , Der AUDITOR
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PARIS. Der Maismarkt fand wegen moderatem Wochenexport und schwacher Ethanolverarbeitung in den USA, sowie Regenmeldungen für Westeuropa...

und gestiegenen EU-Maisimporten, wenig Unterstützung nach oben. Die wöchentlichen US-Maisexporte von 121.200 mt für die laufende und 386.600 mt für kommende Saison entsprachen vom Umfang zwar den Erwartungen des Handels. Aber die Exporte für laufende Saison blieben dabei um 39 % hinter der Vorwoche zurück. Die wöchentliche US-Ethanolverarbeitung lag in der Woche bis zum 19. Juli mit 1,039 Millionen Barrel je Tag um 27.000 Barrel niedriger als zur Vorwoche, was der Markt mit Kursverlusten abstrafte. Dabei rückten in den USA zuletzt wieder die Wettermärkte in den Vordergrund. Ab nächster Woche sollen die Temperaturen im Corn Belt ordentlich steigen und könnten die Mais-Feldbestände, die kurz vor der Blüte stehen und den Kolbenansatz treiben, beeinträchtigen.

Beachtung fand der Juli-Report vom Internationalen Getreiderat (IGC) in London. Danach wird die Welt-Maisernte 2019-20 gegenüber Juni um 3 Mio. mt niedriger auf 1,092 Mrd. mt veranschlagt, gut 38 Mio. mt niedriger als letzte Saison. Auch der globale Maisverbrauch wurde um 2 Mio. mt auf 1141 Mrd. mt zurückgenommen. Die Weltmaisbestände wurden zwar um 2 Mio. mt auf 273 Mio. mt angehoben, gehen aber um 48 Mio. mt gegenüber der Vorjahrssaison zurück. Dabei erwartete der IGC eine um 800.000 mt auf 56,1 Mio. mt steigende Produktion in Argentinien und um 1,7 Mio. mt auf 101 Mio. mt wachsende in Brasilien.

In Westeuropa befürchten Experten nicht nur Hitzeschäden an Mais in Frankreich. Sondern auch in Belgien, den Niederlanden und in Deutschland dürfte die Hitze bis zu 42 Grad gestern, irreversible Schäden an Mais angerichtet haben. In Frankreich zieht der Handel bereits Vergleiche mit dem Jahr 2016, als der Maisertrag dort auf nur 8,2 mt je Hektar fiel und die EU-Maisimporte in die Höhe schnellten. Seit 1. Juli importierte Brüssel bereits 1,2 Mio. mt Mais, was leicht über dem hohen Importpfad des Vorjahres liegt. Dabei rechnet Frankreichs Handel zuletzt mit einer Maisernte von 12,68 Mio. mt gegenüber 14,49 Mio. mt im Vorjahr. Die angekündigten Regenfälle für das kommende Wochenende könnten jedoch einen Schlussstrich unter die aufgeheizten Wetterprämien ziehen.  In der Ukraine korrigierte APK-Inform seine Maisprognose um 1,0 Mio. mt auf 33 Mio. mt nach unten. Laut Zollbehörden exportierte die Ukraine vom 1. - 24. Juli gut 1,4 Mio. mt Mais, gut 865.000 mt mehr als im Vorjahr. Am französischen Kassamarkt tendierten die Maispreise zuletzt schwächer, am niederländischen und deutschen Markt blieb der Preis stehen.


Mais-Kassakurse (Fronttermin)

Mais (handelsüblich) FOB, DAP

Parität

EUR/mt

Veränd.

Bordeaux

167,00

-1,00

La Pallice

167,00

-1,00

Holland

190,00

0,00

Oldenburg

193,00

0,00

Niederrhein

187,00

0,00

Oberrhein

185,00

0,00

Ukraine

-

-

Russland

-

-

Argentinien

-

-

Brasilien

-

-

 

EU-Maisernte 2019-20 (Prognose)

EU-Maisernte (1.000 mt) 

Länder

2019/20

2018/19

Frankreich

12.680,0

14.4916,0

Deutschland

4.270,0

4.541,0

Italien

5.826

6.110

Spanien

3.360

3.800

Polen

4.020

3.840

Ungarn

8.370

8.665

Rumänien

11.450

12.000

Bulgarien

2.550

3.077

EU-28

62.370

62.754

 

Welt-Maisernte 2019-20 (Prognose)

EU-Maisernte (1.000 mt) 

Länder

2019/20

2018/19

USA

347.500

366.300

Argentinien

56.000

49.000

Brasilien

101.000

101.000

China

254.000

257.300

Südafrika

14.000

11.500

Ukraine

33.000

35.800

EU-28

62.370

62.754

Welt

1.009.200

1.120.500

 

Quelle: Handel, USDA, EU-Kommission u.a.

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