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Macadamias: Regenfälle gefährden Erträge und Qualität

4. August 2025 um 16:27 , Der AUDITOR
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KAPSTADT/NAIROBI. Widrige Witterungsbedingungen haben dafür gesorgt, dass die Macadamiaernte in Australien und einigen afrikanischen Anbaustaaten geringer als erhofft ausgefallen ist. Die EU-Importe liegen indes auf dem Niveau des Vorjahres.

Afrikanische Ursprünge exportieren verstärkt Macadamiakerne

Einige ostafrikanische Länder und Südafrika haben in diesem Jahr geringere Erträge zu verzeichnen als zunächst angenommen, was vor allem an den widrigen Witterungsbedingungen liegt. So wird die südafrikanische Ernte die erhofften 90.000 mt nicht erreichen, aktuelle Schätzungen belaufen sich auf gut 85.000 mt. In ihrem jüngsten Bericht geben die Experten von Ofi an, dass besonders südafrikanische Macadamiakerne sehr gefragt sind, weshalb die lokalen Schälbetriebe große Mengen kaufen, was im Umkehrschluss zu geringeren Exporten von Macadamias in der Schale führt.

In Kenia ist die erste Ernte weitgehend abgeschlossen. Das Verbot für Exporte ungeschälter Macadamias bleibt bestehen, um die heimische Industrie zu schützen und den Markt zu stabilisieren. Vor allem die ansässigen Verarbeitungsbetriebe sollen gefördert werden. Diesen Monat startet die zweite Ernte, und erste Anbieter geben ihre Angebote ab, wenn auch noch zögerlich. China hat indes seine Käufe in Afrika wieder aufgenommen und bezieht größtenteils Macadamias in der Schale. Das Land war mit hohen Überhangbeständen in die Saison gestartet, die nun so weit abgebaut sind, dass die Händler sich wieder eindecken müssen. Allerdings bleiben die Käufe noch moderat, weil die chinesische Ernte ebenfalls noch im August oder spätestens im September starten und derzeitigen Vorhersagen nach gut ausfallen soll.

Deutlich kleinere Ernte in Australien

Die australische Macadamiaernte 2025 wird auf 45.000 mt geschätzt, also deutlich weniger als die 55.000 mt, von denen zuerst ausgegangen wurde. Anhaltende Regenfälle in den wichtigsten Anbaugebieten haben nicht nur zu diesem Produktionsrückgang, sondern auch zu Sorgen bezüglich der Qualität geführt, wie Ofi berichtet. China hat seine Käufe in Australien eingeschränkt, weil die Preise im weltweiten Vergleich kaum wettbewerbsfähig sind. Insgesamt ist die globale Nachfrage, vor allem nach Kernen, hoch, was die Preise weitgehend stabil halten dürfte.

Südafrika bleibt wichtigster Lieferant für die EU

Die EU-Importe seit Jahresbeginn halten sich auf dem Niveau des Vorjahres. Insgesamt wurden im Zeitraum 01.01.-27.07.2025 4.008 mt geschälte und ungeschälte Macadamias in die EU eingeführt; mehr als die Hälfte davon stammte mit 2.202 mt aus Südafrika. Auf Platz 2 folgen Kenia (-33,5% auf 799 mt) und Australien (+35,0% auf 459 mt). Der größte Abnehmer innerhalb der EU waren die Niederlande, die 1.600 mt Macadamias aus Drittländern einführten, gefolgt von Deutschland (-24,5% auf 1.080 mt) und Spanien (-25,3% auf 405 mt). Der durchschnittliche Importpreis lag mit 11,02 EUR/kg deutlich höher als im Vorjahr, sodass auch der Importwert um 45,7% gestiegen ist.

EU-Import Macadamias in mt

Partner

2024

2025

Diff.

Südafrika

1.819

2.202

21,1%

Kenia

1.201

799

-33,5%

Australien

340

459

35,0%

Malawi

427

221

-48,2%

Guatemala

111

126

13,5%

Andere

114

201

76,3%

Gesamt

4.012

4.008

-0,1%

Quelle: DG AGRI TAXUD Customs Surveillance System, 01.01.-27.07.

08026100+08026200 Macadamia-Nüsse, mit und ohne Schale

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