Kostenfrei

Macadamias: Neues Projekt in Australien

18. September 2025 um 09:58 , Der AUDITOR
Bericht als Audio abspielen

CANBERRA/KAPSTADT. Die australische Macadamiaernte soll in diesem Jahr deutlich geringer als erwartet ausfallen, doch ein neues Projekt mit speziell optimierten Bäumen macht Hoffnung. In den meisten Produktionsländern ist die Ernte derzeit in vollem Gange.

China importiert wieder

Die Macadamiaernte ist derzeit in allen wichtigen Produktionsländern in Gange, und die Experten von ofi berichten, dass in Australien sowie in Süd- und Ostafrika bereits etwa 80% der Ernte eingebracht sind. Dabei kam es in Ostafrika und auch in Australien aufgrund widriger Witterungsbedingungen teilweise zu geringeren Erträgen als zunächst prognostiziert wurden.

Während die Preise für geschälte Macadamias im Juli leicht stiegen, hielten sich die Preise für ungeschälte Ware stabil, was vor allem am gestiegenen Interesse der Verarbeiter und den Käufen chinesischer Importeure in Südafrika lag. Wie ofi angibt, haben chinesische Käufer erst vor kurzem ihre Käufe von ungeschälten Nüssen in Südafrika wieder aufgenommen. Das lag vor allem daran, dass China dieses Jahr selbst mit hohen Überhangbeständen sowie einer starken inländischen Ernte begann, sodass große Importmengen zunächst nicht vonnöten waren. Die neue Ernte hat in China gerade erst begonnen, sodass sich die Importeure weiterhin zurückhaltend zeigen. Wenn die Nachfrage hier weiter sinkt, wird es auch zu Preisrückgängen auf dem Weltmarkt kommen.

Reduzierte Ernteschätzung in Südafrika

Macadamias South Africa (SAMAC) schätzt die südafrikanische Macadamianussernte 2025 aufgrund des schlechten Wetters auf nur noch 85.166 mt Macadamias in der Schale (vorherige Schätzung: 93.433 mt). Während in einigen Anbaugebieten der warme Herbst Probleme bei der Blütephase machte, kam es in anderen Regionen zu Kälte- oder Hagelschäden oder die Trockenheit machte sich bemerkbar. Das hat zu kleineren Kernen geführt. Dazu kommt laut ofi, dass der reduzierte Einsatz von Pestiziden die Qualität beeinträchtigt hat. In Kenia ist die erste Ernte derweil abgeschlossen, das Exportverbot für ungeschälte Macadamias bleibt allerdings bestehen, um die Industrie im eigenen Land zu stärken. Die Verarbeiter bereiten sich zurzeit auf die zweite Ernte vor, die in diesem Monat beginnt und kleiner ausfällt als die erste Ernte.

Optimierte Bäume sollen Klimawandel trotzen

Die Schätzung für Australiens Ernte liegt in diesem Jahr bei rund 40.000 mt und damit deutlich unter den 55.000 mt, die zunächst vorhergesagt wurden. Die wichtigen Anbaugebiete waren von anhaltenden Regenfällen betroffen, was zu Ernteausfällen und -verzögerungen geführt hat. Auch Bedenken bezüglich der Qualität werden laut.

Wie FreshPlaza berichtet, soll ein diese Woche angekündigtes Projekt dafür sorgen, dass australische Macadamiafarmer auf optimierte Bäume zugreifen können. Diese von Hort Innovation speziell gezüchteten Bäume sollen dem Klimawandel besser trotzen und früher größere und bessere Nüsse produzieren, zudem sollen die Produktionskosten für die Erzeuger gesenkt werden. Längerfristig sollen sich so auch die Exportzahlen erhöhen, um auf globaler Ebene wettbewerbsfähig zu bleiben.

Für mehr Informationen gehen Sie zu: 
- weitere Preischarts

Dies könnte Sie ebenfalls interessieren

zur Nachrichten-Übersicht
Nüsse
01.10.2026
ORDU. Qualitätsprobleme führen zu Spekulationen über die Haselnussbestände. Die Exporteure sind mit der aktuellen Nachfragesituation nicht besonders zufrieden. Die Marktpreise entsprechen nach wie vor nicht den Erwartungen.
Nüsse
29.09.2026
MANILA. Die internationalen Preise für Kokosraspel bleiben stabil, während die philippinischen Inlandspreise weiter anziehen. Die EU und die Philippinen haben indes eine weitgehende Einigung auf ein Freihandelsabkommen erzielt.
Nüsse
28.09.2026
IRVING. Im August verlief das Geschäft mit US-Pekannüssen schwach. Die Inlandsnachfrage ging in der Saison 2025/2026 spürbar zurück. Die Lieferungen von geschälten Pekannüssen sind gesunken.
Nüsse
28.09.2026
NEU-DELHI/DAKAR. In Indien bremsen eine schwache Exportnachfrage und höhere Ernteaussichten in mehreren Bundesstaaten das Geschäft; gleichzeitig sorgen Produktionsausfälle in Gujarat gegenläufige Impulse. Im Senegal entsteht eine neue Anlage zur lokalen Erdnussverarbeitung.