Kostenfrei

Macadamias: Mögliche Knappheit zum Jahreswechsel

11. November 2024 um 15:47 , Der AUDITOR
Bericht als Audio abspielen

KAPSTADT/NAIROBI. Dass die Macadamia-Ernte in einigen wichtigen Anbauländern geringer als erwartet ausfällt, könnte in den nächsten Monaten zu einer gewissen Knappheit auf dem Markt führen. Die Preise haben sich vorübergehend stabilisiert.

Gute Nachfrage trifft auf knappe Bestände

Der Macadamia-Markt ist weiterhin sehr ruhig, wie die Experten von Ofi berichten. Der Grund dafür ist vor allem, dass die Käufer in Europa und den USA noch über ausreichende Bestände verfügen. Da insgesamt aber eine gute Nachfrage nach geschälten Macadamias besteht und in einigen wichtigen Produktionsländern, unter anderem Südafrika und Australien, mit geringeren Ernten gerechnet wird, könnte es zwischen Dezember und Februar zu einer gewissen Knappheit kommen. Bis zur nächsten Ernte dauert es noch mehrere Monate, und die Überhangbestände für die kommende Saison dürften ausgesprochen gering sein. Die Preise für Macadamias waren für einen langen Zeitraum kontinuierlich gestiegen, haben sich nun Ofi zufolge aber in den letzten Wochen stabilisiert.

Ernten liegen unter den Prognosen

In Südafrika rechnen die Marktteilnehmer mit einem leichten Produktionsrückgang. Derzeitige Schätzungen liegen bei 76.753 mt, das wären 3,7% weniger als im Vorjahr und 12% weniger als die Prognosen zu Saisonbeginn. Das ist vor allem den starken Regenfällen zum Anfang der Saison und dem verhältnismäßig kühlen Sommer zuzuschreiben; beides hat sich negativ auf die Erträge sowie die Größe und die Qualität der Nüsse ausgewirkt.

Die Ernte in Kenia fällt wohl nicht so groß wie zunächst prognostiziert aus, dürfte mit 44.000 mt aber trotzdem um 3,5% über der Vorjahresmenge liegen. Seit der vorübergehenden Aufhebung des Exportverbots für ungeschälte Macadamias ende letzten Jahres kauft vor allem China vermehrt von kenianischen Exporteuren, was die Rohwarenpreise in die Höhe schnellen ließ. Die Exporte von Macadamia-Kernen sind in diesem Jahr im Gegensatz dazu gesunken. Ofi gibt an, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass die Aufhebung des Exportverbots für weitere sechs Monate verlängert wird, was sich auch deutlich auf die Ausfuhren in der nächsten Saison auswirken wird.

Auch in Australien liegt die diesjährige Produktion um 5% über der des Vorjahres und damit unter den ursprünglichen Prognosen für die neue Saison. Insgesamt sollen 50.830 mt geerntet worden sein. Zu Saisonbeginn waren die Erzeuger mit zahlreichen Herausforderungen wie starker Hitze und nassem Wetter konfrontiert, die Bedingungen haben sich gegen Saisonende allerdings verbessert.

Für mehr Informationen gehen Sie zu: 
weitere Preischarts

Dies könnte Sie ebenfalls interessieren

zur Nachrichten-Übersicht
Nüsse
19.05.2026
MANILA. Die Kokoserzeuger auf den Philippinen, aber auch in anderen Produktionsländern wie Vietnam und Indonesien blicken besorgt auf das El-Niño-Wetterphänomen, das sich in den kommenden Monaten entwickeln könnte. Auch steigende Kraftstoffpreise und eine begrenzte Verfügbarkeit machen ihnen zu schaffen.
Nüsse
19.05.2026
FRESNO/MACAO. Die weltweite Pistazienproduktion dürfte 2026/2027 auf ein Mehrjahrestief sinken. Wie aus dem vom Administrative Committee for Pistachios veröffentlichten Bericht hervorgeht, waren die US-Exporte im April rückläufig.
Nüsse
18.05.2026
SANTIAGO. Chiles Exporte ungeschälter Walnüsse hatten einen schleppenden Saisonstart. Bei geschälten Walnüssen ist das Gegenteil der Fall, wie der von ChileNut veröffentlichte Bericht für April zeigt.
Nüsse
18.05.2026
JINAN/BRÜSSEL. Der chinesische Markt für Edelkastanien verzeichnete eine gute Saison 2025/2026. Das Exportgeschäft wandelt sich allerdings. EU-Länder importierten deutlich weniger Kastanien aus China als im Vorjahr.