Macadamias: Markt in Kenia stabilisiert sich
26. November 2025 um 10:13 ,
Der AUDITOR
Landwirte werden optimistischer
Die Macadamia-Industrie in Kenia zeigt erste Anzeichen einer Erholung. Grund dafür sind die Einführung eines Mindestpreises von 100 KSh/kg (ca. 0,77 USD/kg) ab Hof durch das Ministerium für Landwirtschaft und Viehzucht sowie das Beibehalten des Exportverbots für Rohware, das im letzten Jahr erlassen wurde; das berichtet FreshPlaza in Berufung auf Floriculture und Citizen Digital. Wie die Macadamia Association of Kenya angibt, haben die Erzeuger in diesem Jahr etwa 130-150 KSh/kg erhalten, während es im letzten Jahr teilweise nur 20 KSh/kg waren. Schätzungsweise 200.000 Kleinbauern bauen in Kenias Anbauregionen Macadamias an. Durch das Ausfuhrverbot für rohe Macadamias bleibt mehr Rohware für die 30 lizensierten Verarbeitungsbetriebe des Landes übrig. Die verarbeitete Ware wird dann in Zielländer wie die USA, Europa und China exportiert. Laut dem kenianischen Macadamia-Verband MACNUT zeigen sich die Erzeuger mittlerweile wieder optimistisch, da ihnen die Preistransparenz Sicherheit gibt und sich der Markt stabilisiert hat.
Hohe Verluste durch Schädlinge
Ein anhaltendes Problem ist der Schädlingsbefall der Macadamiabäume. Jane Maigua, Vorsitzende von MACNUT, gibt an, dass jährlich etwa 17.460 mt Macadamias durch Insektenbefall verloren gehen, darunter mehr als 2.200 mt exportfähiger Kerne. Das entspricht einem Verlust von rund 2,88 Mrd. KSh pro Jahr. Landwirtschaftsminister Mutahi Kagwe erklärte laut FreshPlaza in diesem Zuge, dass die Landwirte vor „beispiellosen Verlusten“ stünden, und forderte, Schulungen zum Schädlingsmanagement auszuweiten und die Kommunikation über Radio und Beratungsstellen zu verbessern.
EU-Importwert steigt um mehr als 70%
Die EU-Macadamiaimporte seit Jahresbeginn sind gegenüber 2024 um mehr als ein Viertel gestiegen. Der wichtigste Lieferant bleibt Südafrika, das seine Lieferungen in die EU um beachtliche 32,1% auf 4.919 mt steigern konnte, gefolgt von Kenia (+25,2% auf 2.424 mt) und Australien (+17,5% auf 786 mt). Insgesamt importierten die EU-Länder im Zeitraum 01.01.-16.11.2025 9.411 mt Macadamias. Der größte Abnehmer waren dabei wie üblich die Niederlande, die mit 3.740 mt insgesamt 31,7% mehr Macadamias importierten. Auf Platz 2 und 3 folgen Deutschland (+27,6% auf 2.960 mt) und Spanien (+12,8% auf 1.020 mt). Der durchschnittliche Importpreis liegt mit 11,33 EUR/kg um fast 35% über dem des Vorjahres, sodass der gesamte Importwert um satte 70,7% auf gut 106,65 Mio. USD gestiegen ist.
|
EU-Import Macadamias in mt |
|||
|
Partner |
2024 |
2025 |
Diff. |
|
Südafrika |
3.724 |
4.919 |
32,1% |
|
Kenia |
1.936 |
2.424 |
25,2% |
|
Australien |
669 |
786 |
17,5% |
|
Malawi |
582 |
508 |
-12,7% |
|
Guatemala |
298 |
344 |
15,4% |
|
Andere |
229 |
430 |
87,8% |
|
Gesamt |
7.438 |
9.411 |
26,5% |
|
Quelle: DG AGRI TAXUD Customs Surveillance System, 01.01.-16.11. 08026100+08026200 Macadamia-Nüsse, mit und ohne Schale |
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