Macadamias: Industrie stellt INC-Schätzungen in Frage
19. Juni 2019 um 12:48 ,
Der AUDITOR
Enttäuschender Ausblick
Die Dürre in Kenia und Malawi veranlasste die INC, die diesjährigen Produktionsschätzungen zu korrigieren. Dabei wurde das Angebot 2019 auf 232.428 mt geschätzt. Obwohl dies eine Steigerung von 4% gegenüber 2018 bedeutet, waren die Marktteilnehmer von der Korrektur alles andere als begeistert. Green and Gold Macadamias spricht von einem äußerst knapp bemessenen Angebot, da die Käufer vermehrt mit verschiedenen Macadamia-Produkten experimentieren und in diese investieren. Der Markt birgt mit anderen Worten ein enormes Wachstumspotenzial.
Obwohl in Kenia und Malawi drastische Produktionsrückgänge zu verzeichnen sind, soll die Produktion in Südafrika steigen. Neuere Einschätzungen der Global Trading & Agency besagen, dass die Produktion in den nördlichen Teilen Südafrikas zwar rückläufig sein wird, die Erträge aber höher sind als erwartet. Darüber hinaus verzeichnet China ein Produktionsplus von 40%. Allerdings ist die Produktion weitgehend für den Inlandsmarkt bestimmt. Obwohl die Australian Macadamia Society (AMS) im März zunächst mit einer Rekordernte gerechnet hatte, wurde in den letzten Entwicklungszügen der Ernte ein verlangsamtes Wachstum festgestellt, so dass die Produktion sicherlich hinter den Erwartungen zurückfallen wird.
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Macadamiaproduktion, in der Schale,in mt |
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Land |
2018 |
2019 |
Diff. |
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Südafrika |
56.550 |
58.500 |
+3% |
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Australien |
52.900* |
53.500* |
+1% |
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Kenia |
38.500 |
32.000 |
-20% |
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Malawi |
6.980 |
6.516 |
-7% |
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Andere |
68.707 |
81.912 |
+19% |
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Gesamt |
223,537 |
232,428 |
+4% |
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Quellen: INC, *AMS 10% Feuchte (März Schätzung) |
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Kerne bleiben hinter den Erwartungen zurück
Bei den Macadamia-Kernen dürfte die Produktion weit hinter den Erwartungen liegen. Die Kernproduktion wird derzeit auf 60.630 mt geschätzt. Obwohl dies einen Anstieg von 2,23% gegenüber dem Vorjahr ist, weisen Marktteilnehmer darauf hin, dass in Australien, Südafrika und Kenia kleinere Nussgrößen gemeldet wurden, so dass die Produktion zumindest kleiner ausfallen dürfte als erwartet und eventuell sogar hinter 2018 liegen wird.
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