Leinsaat: Preise stehen unter Druck
2. März 2017 um 10:34 ,
Der AUDITOR
Die Preise in den Ursprüngen Russland und Kasachstan variieren von Woche zu Woche, es lässt aber ein Grundwert von gut 300 EUR/mt FCA ausmachen.
Viel höhere Rohwarenangebote werden sich im Markt langfristig nicht durchsetzen können, denn die Bauern benötigen Geld, um die Ende März/Anfang April anstehende Aussaat zu finanzieren.
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Leinsaat, braun |
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Qualität |
EUR/mt |
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99,9% Reinheit, DDP Deutschland |
495 |
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Rohware, FCA Russland |
320 |
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Rohware, FCA Kasachstan |
305 |
Wachsende Kapazitäten
Händler sehen für die kommenden Wochen ein stabiles Preisniveau für in Polen nachgereinigte Leinsaat. Viele Verarbeiter sind ausgelastet, allerdings gibt es auch nur wenige Anfragen für prompte Lieferungen.
Bereits ab Herbst sollten sich die größeren Verarbeitungskapazitäten mehrerer polnischer Reinigungsbetriebe positiv auf die Verfügbarkeit auswirken. Wenn die Ernte 2017 dann noch gute Erträge von guter Qualität einbringt, ist ein weiterer Preisrückgang nicht auszuschließen. Mit aktuell 490 EUR/mt DDP Deutschland wird osteuropäische Leinsaat bereits auf einem sehr günstigen Niveau angeboten. Erst im vergangenen Herbst sanken die Preise auf ein 7-Jahrestief von 460 EUR/mt DDP, den absoluten Höhepunkt erzielten sie in diesem Zeitraum im Juni 2013 mit 780 EUR/mt DDP Deutschland.
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Leinsaatimporte Deutschland in mt |
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Land |
2006 |
2011 |
2016 |
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Russland |
1.720 |
47.694 |
56.933 |
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Kasachstan |
0 |
27.513 |
40.281 |
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Belgien |
9.526 |
16.462 |
15.559 |
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Kanada |
123.587 |
5.920 |
8.695 |
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Polen |
0 |
48 |
6.983 |
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Niederlande |
1.291 |
5.012 |
4.942 |
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Indien |
0 |
317 |
3.639 |
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Moldau |
0 |
41 |
1.875 |
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China |
1.396 |
1.603 |
1.346 |
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Ukraine |
63 |
1.266 |
552 |
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Quelle: Statistisches Bundesamt |
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