Kräftemessen im Cashewmarkt
3. Mai 2017 um 10:54 ,
Der AUDITOR
Seit dem rapiden Preiseinbruch im Dezember 2016 um immerhin 10% haben sich die Preise wieder gefangen und ihren Aufwärtstrend in den letzten Monaten beibehalten. Insgesamt sind die Cashew-Preise in den eineinhalb Jahren um 35% nach oben geklettert.
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Cashew-Preise |
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Sorte |
USD/Pfund |
EUR/kg |
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W240 |
5,35-5,50 |
10,81-11,11 |
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W320 |
5,00-5,15 |
10,10-10,40 |
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W450 |
4,75-4,85 |
9,59-9,80 |
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Splits |
4,00-4,10 |
8,08-8,28 |
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Pieces |
3,40-3,50 |
6,87-7,07 |
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FOB Indien |
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Vietnam und Indien
Ein maßgeblicher Faktor ist die schlechte Cashew-Ernte in Vietnam, welche in diesem Jahr um Verluste bis zu 40% verzeichnen soll, damit käme die Produktion auf schätzungsweise 125.000-150.000 mt.
In Indien gibt es keine nennenswerten Ausfälle zu beklagen. Ein Großteil der Produktion ist für den einheimischen Markt bestimmt, kritisch wird eine kleine indische Ernte in der Regel also nur dann, wenn ausländische Rohware zugekauft, deren Ertrag dann nicht wieder in den Export geht. In den afrikanischen Anbaugebieten sind die Cashews in guter Verfassung, allerdings soll der Ertrag etwas geringer ausfallen.
Nigeria rüstet auf
Nigeria steht bereits an der Spitze der weltgrößten Cashew-Produzenten, will aber bis in zehn Jahren noch mehr Gewinn mit den Exporten erzielen. Aufgrund mangelnder Verarbeitungskapazitäten verkaufen nigerianische Händler in erster Linie Rohware ins Ausland, zu einem durchschnittlichen Preis von 1.200 USD/mt. Ab 2019 wollen Unternehmen damit beginnen, die Rohware im einheimischen Markt zu verarbeiten. Ziel ist es, Cashew-Nüsse zu Preisen von rund 10.000 USD/mt zu verkaufen. Derzeit wird viel Rohware aus Afrika in Indien und Vietnam für den europäischen und amerikanischen Markt aufbereitet.