Kokosraspel: Energieversorgung ist problematisch
6. Mai 2026 um 10:55 ,
Der AUDITOR
Energiekrise auf den Philippinen belastet Kokosindustrie
Seit Ende Februar steht die philippinische Wirtschaft unter Druck durch eine angespannte Energieversorgung, wie T.M. Duché in seinem aktuellen Bericht angibt. Auslöser war die Sperrung der Straße von Hormus im Zusammenhang mit dem geopolitischen Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran. Da das Land nahezu vollständig auf Erdölimporte aus dem Nahen Osten angewiesen ist, kam es zu starken Preisbewegungen: Diesel überschritt 130 PHP je Liter, Benzin lag über 100 PHP, und Flüssigerdgas verteuerte sich auf das Dreifache. Die Regierung erklärte daraufhin einen nationalen Energie-Notstand, während die verfügbaren Reserven auf rund 45 Tage geschätzt wurden. Auch wenn eine Waffenruhe Anfang April kurzfristig für Entspannung sorgte, wird weiterhin davon ausgegangen, dass frühere Preisniveaus nicht mehr erreicht werden. In der Folge steigen Kosten in der Kokosindustrie insbesondere für Transport, Verarbeitung und Verpackung, zusätzlich verschärft durch höhere Treibstoffzuschläge für internationale Lieferungen sowie US-Zölle von 17-19%.
Stabilität bei Kokosraspeln und Kokosöl
Die Exportpreise für Kokosraspel bleiben weitgehend unverändert und bewegten sich bereits seit elf Wochen konstant zwischen 1,09 und 1,90 USD/lb FOB. Im Inland wurde dagegen ein leichter Anstieg registriert. Gleichzeitig erhöhten sich die Exportmengen im März laut der United Coconut Association of the Philippines (UCAP) um 5,2% im Jahresvergleich.
Beim Kokosölmarkt zeigte sich ein leicht rückläufiger Verlauf bei Angeboten aus Rotterdam über mehrere Liefertermine, wie die Experten von T.M. Duché weiter berichten. Philippinische Anbieter stellten weiterhin umfangreiche Mengen bereit, mit Preisen für rohes Kokosöl von 120-140 PHP/kg sowie für raffiniertes Kokosöl von 138-147 PHP/kg (ohne Steuern). Die Nachfrage blieb jedoch gedämpft. Marktberichte aus Rotterdam zeigten zuletzt Preisniveaus um etwa 2.300 USD/mt, während Händlerangaben eine Spanne von 2.200 bis 2.385 USD/mt CIF auswiesen, was auf eine geringe Liquidität und einen von Angeboten dominierten Markt hinweist. Auffällig ist die gegenläufige Entwicklung zwischen steigenden Rohwarenkosten und gleichzeitig schwächeren Exporterlösen für Kokosöl. Dadurch geraten die Verarbeitungsspannen zunehmend unter Druck, sofern sich die Nachfrage nicht verbessert.
Die Koprapreise in wichtigen Anbaugebieten der Philippinen zeigten zuletzt eine weitere leichte Festigung. In der Region Quezon lagen die Verkaufspreise zwischen 6.950 und 7.200 PHP je 100 kg, während die Gebote etwas darunter notierten. Auch in Visayas und Mindanao wurde eine moderate Aufwärtsbewegung festgestellt, so T.M. Duché.
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Kokosraspel, Indonesien |
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Qualität |
EUR/mt |
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Fein |
2.800 |
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Medium, high fat |
3.040 |
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Quelle: Handel; EXW PL; Preisindikationen |
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