Kokosraspel: Versorgung bleibt witterungsabhängig
12. August 2026 um 11:31 ,
Der AUDITOR
Kokosraspel bleiben stabil
Die internationalen Exportpreise für Kokosraspel blieb die 25. Woche in Folge weitgehend unverändert, wie die Experten von T.M. Duché berichten; die durchschnittliche Notierung gab gegenüber der Vorwoche jedoch leicht nach. Auch auf dem Inlandsmarkt in Manila setzte sich die Abschwächung fort. Damit zeigen sich innerhalb der unveränderten breiten Exportspanne Anzeichen für eine rückläufige Preisentwicklung.
Die Entwicklung folgt der jüngsten Abschwächung bei Kokosöl und den Rohwarenpreisen. Die philippinische Kokosversorgung bleibt stark witterungsabhängig. Das sich verstärkende Wetterphänomen El Niño könnte sich auch später in diesem Jahr und 2027 auf die Nussproduktion auswirken, was einem Preisrückgang entgegenwirken würde.
Kokosöl verliert weiter an Wert
Die Kokosölpreise gaben in der vergangenen Woche weiter nach. Auch zu Beginn der neuen Woche setzte sich die schwächere Tendenz fort, wie T.M. Duché berichtet. Für das erste Quartal 2027 wurden Geschäfte auf einem nochmals niedrigeren Niveau abgeschlossen.
Kokosöl wird inzwischen die fünfte Woche in Folge mit einem Abschlag gegenüber Palmkernöl gehandelt. Der Abstand hat sich zuletzt deutlich vergrößert. Damit ist Kokosöl gegenüber dem alternativen Laurinöl wettbewerbsfähiger geworden. Die Koprapreise entwickelten sich uneinheitlich: In Quezon erholten sich die Notierungen, während einige Regionen Mindanaos weiterhin deutlich höhere Preise aufwiesen. Der landesweite Durchschnitt gab jedoch gegenüber der Vorwoche nach und lag deutlich unter dem Vorjahresniveau.
El Niño erhöht das Versorgungsrisiko
Die Frachtraten im Containerverkehr haben sich nach mehreren Rückgängen stabilisiert. Die für Europa relevante Route Shanghai-Rotterdam blieb unverändert. Für den Asien-Europa-Verkehr werden kurzfristig weitgehend stabile Raten erwartet. Als Belastungsfaktoren gelten unter anderem die Spannungen im Nahen Osten, die Unsicherheit über US-Zölle, Engpässe an asiatischen Häfen und das Kapazitätsmanagement der Reedereien. Mehrere Reedereien führen zudem nach den erneuten Störungen im Nahen Osten Notfalltreibstoffzuschläge ein.
Zunehmende Bedeutung erhält das El-Niño-Phänomen. Die Philippine Atmospheric, Geophysical and Astronomical Services Administration (PAGASA) berichtet von einem derzeit schwachen bis moderaten El Niño, der mit hoher Wahrscheinlichkeit bis in die erste Hälfte 2027 anhält. Auch die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) bestätigt das bestehende und zunehmende Wetterereignis sowie geringere Niederschläge über den Philippinen und Indonesien. Für November werden in zahlreichen philippinischen Regionen unterdurchschnittliche Regenfälle erwartet, darunter auch wichtige Kokosanbaugebiete. Die tatsächlichen Niederschläge der vergangenen Woche waren regional unterschiedlich: Luzon und die Visayas verzeichneten leichte Zunahmen, während Mindanao trockener war als in der Vorwoche. Länger anhaltende Trockenheit bis Ende 2026 könnte das Risiko geringerer Kokosnusserträge und einer knapperen Rohwarenversorgung 2027 erhöhen, so die Marktexperten.
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Kokosraspel |
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Qualität, Ursprung |
EUR/mt |
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High fat, fine, Indonesien |
2.500 |
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High fat, medium, Vietnam |
2.550 |
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High fat, fine, Philippinen |
2.750 |
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Quelle: Handel; FCA EMP |
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