Knoblauch: Knappe Verfügbarkeit treibt Preise
26. August 2026 um 11:48 ,
Der AUDITOR
Geringes Angebot treibt Knoblauchpreise
Die Knoblauchpreise dürften in diesem Jahr laut Clara Shih von Best Buy Produce International aufgrund des knappen Angebots hoch ausfallen. In China haben Regenfälle während der Ernte zu Schäden geführt, wodurch die Saison mit deutlich höheren Preisen als im Vorjahr startet. Trotz einer guten Ernte ist Knoblauch sehr empfindlich: Schäden und Regen während der Ernte können Schimmelbildung verursachen und die Haltbarkeit beeinträchtigen. Zudem wirken sich weiterhin bestehende Zölle auf chinesische Ware auf die Preise aus. Auch in Mexiko ist das Angebot bei größeren Kalibern begrenzt. In Kalifornien läuft die Ernte noch, wobei Berichte über Schäden beim früh geernteten Knoblauch die angespannte Versorgungslage zusätzlich verstärken.
Nachfrage und Logistik beeinflussen den Markt
Die Nachfrage nach Knoblauch hat sich etwas abgeschwächt. Gleichzeitig beobachten Kunden verstärkt violetten Knoblauch als günstigere Alternative zum bevorzugten weißen Knoblauch. Shih zufolge ist die Nachfrage nach violettem Knoblauch gestiegen, auch weil er auf längeren Strecken verschifft werden kann. Die Preisentwicklung wird zudem durch weiterhin hohe Seefrachtraten und Verzögerungen bei Lieferungen aus China beeinflusst. Taifune in China erschweren den Seetransport, während aufgrund des Handelskonflikts weniger Schiffe die Ostküste anlaufen. Dadurch schwanken die Liefermengen von Woche zu Woche.
Strengere Kontrollen bei Saatknoblauch in Südkorea
Vor Beginn der August-September-Saison für die Verteilung und Aussaat von Saatknoblauch will der Korea Seed & Variety Service die Kontrollen in wichtigen Knoblauchanbaugebieten Südkoreas verstärken, wie FreshPlaza berichtet. Die Behörde hat die Importe von Saatknoblauch gegenüber dem Vorjahr auf 670 mt erhöht, um die heimische Nachfrage zu decken. Gleichzeitig warnt sie davor, dass nicht zur Aussaat geeigneter Speiseknoblauch als Saatgut getarnt und verkauft werden könnte.
Mögliche Sanktionen
Geprüft werden unter anderem die Registrierung von Saatgutunternehmen, Meldungen zu Sortenproduktion, Import und Verkauf sowie Produktions-, Verpackungs- und Importdaten. Zudem soll eine fortlaufende Onlineüberwachung stattfinden. Bei Verdacht auf Verstöße, etwa gegen die Kennzeichnung des Ursprungs, will die Behörde mit dem National Agricultural Products Quality Management Service zusammenarbeiten. Die Maßnahmen sollen das Saatgut-Vertriebssystem unterstützen und die Einhaltung der Kennzeichnungsvorschriften für Saatgut sicherstellen. Wer Saatgut ohne erforderliche Registrierung oder Meldungen vertreibt, muss mit bis zu zwei Jahren Gefängnis oder einer Geldstrafe von bis zu rund 20 Mio. Won (etwa 14.309 USD) rechnen. Auch Verstöße gegen die Kennzeichnungsvorschriften für Saatgut werden mit Geldstrafen geahndet, so FreshPlaza.
Knoblauchkonsum in Frankreich sinkt
Zwischen 2015 und 2025 ist die von französischen Haushalten gekaufte Knoblauchmenge im Durchschnitt um 1,7% pro Jahr gesunken, wie die Experten von FreshPlaza weiter berichten. Die Zahl der kaufenden Haushalte blieb dagegen nahezu stabil. Die Franzosen kaufen Knoblauch inzwischen häufiger, dafür aber in kleineren Mengen. Gleichzeitig stiegen die Preise kontinuierlich um 4,2% pro Jahr, während die Ausgaben der Haushalte um 2,4% pro Jahr zunahmen. Die Käuferstruktur hat sich nur wenig verändert: Die wichtigste Kundengruppe sind weiterhin Verbraucher über 60 Jahre, während 18- bis 29-Jährige deutlich unterrepräsentiert sind.
Fehlendes Produktwissen als Herausforderung
Das Image von Knoblauch bleibt sehr positiv: Vier von fünf französischen Verbrauchern halten ihn für gesund und unverzichtbar in der Küche. Allerdings sind andere Sorten neben weißem Knoblauch, darunter rosa, violetter, schwarzer und geräucherter Knoblauch, insbesondere bei jüngeren Verbrauchern wenig bekannt. Auch bei Herkunft und Saisonalität bestehen Wissenslücken: Zwei Drittel der Befragten können die wichtigsten Knoblauch produzierenden Länder nicht nennen, und fast jeder zweite Verbraucher kennt die Saison für französischen Knoblauch nicht.
Jüngere Verbraucher wenden Knoblauch zudem anders an als ältere Generationen. Die 18- bis 29-Jährigen kaufen häufiger getrockneten, pürierten oder tiefgefrorenen Knoblauch und legen dabei vor allem Wert auf eine einfache und schnelle Verwendung sowie auf Rezepte aus internationalen Küchen. Für das Technische interprofessionelle Zentrum für Obst und Gemüse (Centre Technique Interprofessionnel des Fruits et Légumes; CTIFL) zeigt die Studie mehrere Ansatzpunkte, um den Konsum wieder anzukurbeln. Dazu zählen eine stärkere Hervorhebung der französischen Herkunft, mehr lose Ware und Verpackungen für kleinere Haushalte sowie eine bessere Vermittlung von Sorten, Verwendung, Geschmack und Saisonalität. Auch die richtige Lagerung könnte eine Rolle spielen, da fast jeder zweite Verbraucher gelegentlich Knoblauch wegwirft, vor allem wegen mangelhafter Lagerung.
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Knoblauchpreise |
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Qualität |
USD/mt |
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Flocken |
2.263 |
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Granulat |
2.474 |
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Pulver |
1.053 |
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Quelle: Handel; FOB Indien; Preisindikationen |
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