Kirschen: Türkei profitiert von US-Sanktionen

8. Juli 2019 um 11:02 , Der AUDITOR
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ISTANBUL. Wie türkische Medien berichten, profitiert das Land von den Sanktionen Chinas auf US-Kirschen.

Türkei exportiert zum ersten Mal Kirschen nach China
Die Spannungen zwischen den USA und China haben auf den Handel direkte Auswirkungen, so dass die Türkei dieses Jahr erstmalig Kirschen nach China exportiert hat. Wie Senih Yazgan, Vizepräsident der Exportvereinigung für frisches Obst und Gemüse mitteilt, war „der Export nach China unser größter Traum. Wir haben ihn dieses Jahr verwirklicht. Wir haben 171 mt Kirschen nach China exportiert.“ Die USA ist der größte Wettbewerber und Yazgan ist sich sicher, dass die Türkei gute Karten hat, zumal die Chinesen die Qualität der türkischen Ware loben.

Yazgan führt weiter aus, dass das Exportziel der Türkei nun höher gesteckt werden kann. Die Türkei exportiert frisches Obst und Gemüse im Wert von 2,3 Milliarden USD. Sollte China zum dauerhaften Abnehmer werden, könnte diese Summe um bis zu weitere 5 Milliarden USD gesteigert werden. China sei mit seinen 1,3 Milliarden Einwohnern ein attraktiver Markt. Zudem plant die Exportvereinigung bis zu 60% ihrer Zitrusproduktion nach China zu verkaufen.

Ehrgeizige Ziele
Allerdings ist sich Yazgan bewusst, dass die Türkei denn Bedarf an Obst und Gemüse in China, Japan und Taiwan allein nicht decken kann und erklärt: „Die USA exportieren 13.560 mt Kirschen nach China.“ China sei mit den erhöhten Tarifen auf US-Kirschen daran gelegen den Markt zu differenzieren und die Türkei wäre eine willkommene Alternative. Owohl die Türkei der weltgrößte Kirschproduzent ist, rangiert das Land in der Rangliste der Exporteure nur an 5. Stelle. Letztes Jahr hat das Land demnach 76.000 mt Kirschen produziert und davon 640.000 mt im Wert von 161,7 Mio. USD exportiert. Dieses Jahr soll der Export um 3% steigen.

In Sachen Produktion läuft die aktuelle Saison zufriedenstellend. An der Ägäis hat Regen allerdings Schäden verursacht. Daher gilt es als unwahrscheinlich, dass das Exportziel von 78.000 mt erreicht werden wird.

 

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