Kirschen: Niedrige Preise befeuern Proteste

8. Juni 2018 um 11:10 , Der AUDITOR
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SOFIA. Zu niedrige Rohwarenpreise haben in Bulgarien zu wütenden Protesten geführt. Das Problem ist vor allem die Optik.

 

Wütende Bauernproteste

Obwohl in Bulgarien dieses Jahr mit einer weitaus größeren Ernte zu rechnen ist als letztes Jahr, hat der Mangel an Regen zu Jahresbeginn zu deutlich kleineren Früchten geführt. Die Abnehmer bevorzugen allerdings optisch besser geformte und größere Früchte, die sich gut an den Mann bringen lassen. Daher sind die Rohwarenpreise auf ein Niveau von 0,30-0,35 EUR/kg EXW abgesackt, was zu wütenden Protesten seitens der Bauern geführt hat. Sie blockieren Straßen und schmeißen Früchte weg.

Große Plantagenbesitzer drohen sogar damit ihre Kirschen einfach hängen zu lassen, wenn die Preise nicht anziehen. Sie müssen allein schon den Erntehelfern 0,18-0,22 EUR/kg zahlen. Das Geschäft mit den Kirschen lohnt sich für die Bauern aktuell nicht. Marktteilnehmer bezweifeln, dass sie mit ihren Drohungen und Protesten Erfolg haben werden. Zumal auch das bulgarische Agrarministerium mit Beihilfen von etwa 1.400 EUR/ha für betroffene Bauern einspringt.

Ertragsplus von 44% erwartet

Die Ernte ist derzeit im vollen Gang. Der Ertrag soll 44% höher ausfallen als letztes Jahr.

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