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Indien: Ein Land regiert vom Chaos

11. November 2016 um 10:02 , Der AUDITOR
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GUJARAT. Der Handel ist fast zum Erliegen gekommen und im Markt werden Stimmen laut, dass es einen Ansturm auf die Banken geben wird, der für Chaos sorgt.

Die indische Regierung hat die 500 und 1.000 Rupien-Scheine aus dem Verkehr gezogen bzw. für ungültig erklärt und das Auszahlungslimit auf 20.000 Rupien gesenkt. Viele Märkte blieben in dieser Woche geschlossen. Insbesondere die Kardamombauern sehen ein Problem in dem neuen Entnahmen-Limit, sie fürchten ihre Arbeiter nicht mehr bezahlen zu können. Es bleibt nur die Alternative, die Arbeit zu unterbrechen.   

Kreuzkümmel
Zwischen April und August dieses Jahres exportierte Indien 60.907 mt Kreuzkümmel, ein Anstieg um stolze 62% gegenüber dem Vorjahr. Im August 2016 stiegen die Exporte im Vergleich zum Vormonat um 65% auf 9.003 mt, gegenüber August 2015 legten sie sogar 65,7% zu. Analysten gehen davon aus, dass die Preise für Kreuzkümmel stabil bleiben; Gewinnmitnahmen, zögerliches Voranschreiten der Aussaat und geringere Bestände halten sich die Waage. Steigende Nachfrage soll die Preise zusätzlich stützen. Kreuzkümmel, Grade A, 99% wird aktuell für 2.760-2.785 USD/mt FOB angeboten. 

Koriander
Russland hat Indien als größter Exporteur abgelöst. Die Lieferungen aus Indien sind für den Zeitraum April-Juni um 33% auf 10.300 mt gesunken. Die beschränkte Verfügbarkeit an Banknoten könnte den Handel in den Spotmärkten reduzieren. Wichtiger ist fast, dass die Bauern unter diesen Umständen nur zögerlich ihre Ware verkaufen werden. Kleinere Anbauflächen für die kommende Ernte könnten die Preise steigen lassen, aktuell iegen Koriander, Eagle, 5% Split bei 1.172-1.182 USD/mt FOB. 

Kurkuma
Die Aussichten auf eine höhere Produktion dank größerer Anbauflächen und geringere Nachfrage ließen die Kurkumapreise in dieser Woche sinken. Aus dem einheimischen Markt wird allerdings mit erhöhtem Kaufinteresse zum Ende der Saison gerechnet, weshalb ein baldiger Preisanstieg zu erwarten ist. Die geringere Qualität der aktuell im Markt verfügbaren sollte das Preisniveau aber bis zum Eintreffen der neuen Ernte unten halten. 

Kardamom
Die Außerkurssetzung der 500 und 1.000 Rupien-Scheine brachte den Kardamomhandel in Indien komplett zum Erliegen, bald sollen die Märkte aber wieder geöffnet werden. Die Sorge um einen starken Produktionsrückgang wird den derzeitigen Negativtrend voraussichtlich umkehren. Kardamom, 8 mm wird aktuell für 18.900-19.000 USD/mt FOB gehandelt. 

Schwarzer Pfeffer
Fehlende Niederschläge in den Monaten April und Mai hatten negative Folgen für die Pfefferproduktion, in Vietnam sind die Aussichten dagegen deutlich besser. Da allerdings bereits 600 mt Pfeffer in den Markt gespült wurden könnte das Preisniveau in den kommenden Wochen stabil mit leichter Tendenz nach unten bleiben. 

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Preisliste Indien

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