Hirse: Großen Mengen und qualitative Mängel

27. September 2019 um 15:18 , Der AUDITOR
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KIEW/MOSKAU. Im Jahr 2017 war die Hirseproduktion in der Ukraine eingebrochen und hatte sich gegenüber dem Vorjahr halbiert. In dieser Saison konnten ukrainische Bauern…

… bisher 134.000 mt Hirse dreschen. Die Prognosen gehen von insgesamt 150.000-165.000 mt aus, etwa das doppelte der Ernte 2018 (80.000 mt). Auch für die russische Hirseproduktion rechnen Experten mit eine deutlichen Ertragsplus auf weit über 400.000 mt. Marktteilnehmer berichten allerdings von schlechter Rohwarenqualität.

Ab Oktober kann konventionelle Hirse, geschält aus der Ukraine für 0,65 EUR/kg DDP Deutschland geliefert werden. Polnische Lieferanten verlangten zuletzt noch Preisen von 0,75 EUR/kg DDP, wobei Marktteilnehmer mit niedrigeren Angeboten rechnen, sobald die günstigere Ware aus der Ukraine in den Markt kommt. Angebote für Bio-Hirse suchen Käufer derzeit allerdings vergeblich. Hier wollen die Lieferanten erst die Ernte abwarten, um sich einen Überblick über die neue Menge zu machen. 

Hirseimporte sind eingebrochen

Laut den Daten des Statistischen Bundesamtes gingen die Hirselieferungen aus Russland nach Deutschland zwischen August 2018 und Juli 2019 um 91% auf 469 mt zurück. Während die Lieferungen aus der Ukraine ebenfalls geringer ausfielen, steigerte Deutschland die Einfuhr aus Frankreich und Österreich jeweils um 33% auf 6.496 mt bzw. um 15% auf 5.019 mt. 

Hirseimport nach Deutschland in mt

Land

2017/18

2018/19

Diff.

Frankreich

4.895

6.496

32,7%

Österreich

4.370

5.019

14,9%

Ukraine

5.677

4.797

-15,5%

Polen

2.546

3.127

22,8%

China

830

808

-2,7%

Russland

5.132

469

-90,9%

Quelle: Statistisches Bundesamt / Aug-Jul

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