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Haselnüsse: Finstere Aussichten

16. November 2016 um 13:59 , Der AUDITOR
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SOFIA. In Bulgarien hat im Laufe der letzten Jahre die Anbaufläche stetig zugenommen. Zum Beispiel hat der Markt in 2014 einen Anstieg von über 16% erfahren.

Trotzdem fällt die marktfähige Ernte im Vergleich zum Wachstum der Anbaufläche kleiner aus.

Missbrauch des Systems
Die Bauern wissen nur allzu gut, wie sie das System für sich nutzen. Viele Haselnussbauern, die angeblich die größten Haselnussplantagen des Landes bewirtschaften, sind eigentlich nur hinter den Subventionen her. Das Problem ist, dass diese Subventionen auf der Größe der Anbaufläche basieren und nicht auf der Produktion. Dieses ermutigt die Bauern, soviel Land wie möglich zu kaufen und als Plantagen zu registrieren. Ohne wirklich überall Haselnüsse anzubauen, sind sie dann in der Lage, die Subventionen einzustreichen. Reife Haselnüsse werden dann einfach zum Verrotten am Strauch gelassen.

Enorme Schäden
Der angerichtete Schaden ist enorm, da die inländische Versorgung um mehrere hundert Tonnen unter dem Bedarf liegt und es dann nötig wird, Importe aus der Türkei zuzukaufen. Die extrem hohen Preise sind in keiner Weise auf dem internationalen Markt wettbewerbsfähig. Die Situation könnte noch schlimmer werden, da die Regierung erwägt, die Subventionen abzuschaffen, was natürlich dann auch diejenigen Bauern in Mitleidenschaft zieht, die tatsächlich Haselnüsse anbauen, und auf die Subventionen angewiesen sind.

Bio-Haselnüsse, Bulgarien

Sorte

EUR/kg

In der Schale

6,00

Kerne natur 9-11

10,00-10,40

Kerne natur 11-13

10,10-10,50

Kerne natur 13-15

10,30-11,00

Haselnusspaste

13,80

Kerne geröstet 13-15

13,60

EXW Bulgarien

 

Haselnüsse, Bulgarien

Sorte

EUR/kg

In der Schale

3,50

Kerne natur 9-11

8,00

Kerne natur 11-13

8,00

Kerne natur 13-15

8,00

Haselnusspaste

12,20

Kerne geröstet 13-15

10,80

EXW Bulgarien

 

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