Kostenfrei

Erdnüsse: Warten auf den richtigen Moment

19. Dezember 2022 um 15:24 , Der AUDITOR
Bericht als Audio abspielen

NEU-DELHI. Landwirte und Lieferanten in Indien warten auf die große Gelegenheit, ihre Erdnüsse in Gold zu verwandeln. Die Verhandlungen sind angespannt.

Trügerische Situation

Der Erdnussmarkt scheint derzeit träge zu sein, aber der Hintergrund zeigt ein ganz anderes Bild und das Blatt wird sich wenden. Während die Landwirte ihre Ware zurückhalten, wollen die Lieferanten ihre Vorräte aufstocken. Ihre Hoffnung ist, dass die Nachfrage nach dem chinesischen Neujahrsfest, das am 22. Januar 2023 gefeiert wird, sprunghaft ansteigen dürfte, was eine einmalige Gelegenheit für große Gewinne darstellt.

Diese Annahme wird durch die Tatsache gestützt, dass ungünstige Witterungsbedingungen die chinesische Ernte stark beeinträchtigt haben und die Produktion voraussichtlich um 30% zurückgehen wird. Ein chinesischer Sprecher rechnete auf der Konferenz des Indian Oilseed and Produce Export Promotion Council (IOPEPC) in Dubai sogar mit einem Produktionsrückgang von 40%. Auch in Argentinien, wo die Aussaat im November und die Ernte im März erfolgt, werden die Erträge den Prognosen zufolge um 30% geringer ausfallen. Problematisch sind hier die extrem trockenen Wetterbedingungen.

Starker Preisanstieg erwartet

Während die Preise am 6. Dezember stark zurückgingen, sind sie seitdem stabil geblieben. Analysten sind jedoch zuversichtlich, dass die Preise ab Ende Januar stark anziehen werden.

Erdnusspreise

Sorte

USD/mt

Bold, 40-50

1.280

Bold, 50-60

1.245

Bold, 60-70

1.230

Java, 50-60

1.355

Java, 60-70

1.285

Java, 70-80

1.275

FOB Indien, nicht-EU-Qualität

Weitere Informationen:
Preischart Erdnüsse, mit Haut, 40/50, Bold, Indien
Preischart Erdnüsse, mit Haut, 50/60, Java, Indien
- weitere Preischarts

Dies könnte Sie ebenfalls interessieren

zur Nachrichten-Übersicht
Nüsse
30.07.2026
ORDU. Aktuelle Ernteschätzungen zeigen, wie weit die Erwartungen hinsichtlich der türkischen Haselnussernte auseinandergehen. Saisonarbeiter treffen für die Erntezeit ein. Erzeuger und Exporteure warten darauf, dass die TMO einen Basispreis festlegt.
Ölsaaten
30.07.2026
NEU-DELHI/ISLAMABAD. Indische Sesambauern haben die Aussaat ordentlich vorangetrieben und konnten den Rückstand zum Vorjahr aufholen. Geringe Verfügbarkeit im indischen Markt stützt die Sesampreise. In Pakistan sorgen Niederschläge für Ernteverzögerungen.
Ölsaaten
29.07.2026
DALIAN. Günstige Importe von südamerikanischen Sojabohnen stellen für Chinas Exporteure eine große Herausforderung dar. Dies ist jedoch nicht das einzige Problem in diesem Sommer.
Ölsaaten
29.07.2026
SOFIA/KYJIW. Laut Coceral könnten die Ernten in Frankreich und Ungarn geringer ausfallen als erwartet. Eine Erholung der Produktion in der EU und der Türkei könnte die Aussaat in Argentinien beeinflussen.