Mandeln: Herausfordernde Saison steht bevor
15. Juni 2026 um 14:00 ,
Der AUDITOR
Exporte ziehen leicht an
Mit insgesamt 214,4 Mio. lbs lagen die monatlichen Lieferungen um 3% über dem Vorjahresmonat. Während die Exporte im Jahresvergleich um 5% auf 169,1 Mio. lbs stiegen, gingen die Inlandslieferungen um 6% auf 48,3 Mio. lbs zurück.
Die Gesamtlieferungen für die Saison sind um 2% zurückgegangen, wobei die Inlandslieferungen um 14% sanken, die Exporte jedoch leicht um 2% gestiegen sind. Indien ist der wichtigste Absatzmarkt, dennoch sind die Lieferungen dorthin um 9% zurückgegangen. Die Lieferungen in die Region Asien/Pazifischer Raum sind ebenfalls um 3% gesunken, von 635,9 Mio. lbs im Jahr 2024/2025 auf 615,4 Mio. lbs im Jahr 2025/2026. Während die Lieferungen in alle anderen Teile Asiens zurückgegangen sind, bildet Südostasien eine Ausnahme, dort sind die Exporte um 33% auf 114,6 Mio. lbs gestiegen. Dies liegt daran, dass China seine Versorgungswege in benachbarte Länder wie Vietnam verlagert hat, wohin die Exporte um 36% gestiegen sind.
Spanien verzeichnet einen Anstieg der Lieferungen um 15%. Andere europäische Absatzmärkte zeigen uneinheitliche Trends. Die Exporte in die Niederlande sind um 42% eingebrochen, während die Lieferungen nach Italien und Deutschland gestiegen sind. Mit 557,4 Mio. lbs liegen die Lieferungen nach Europa insgesamt um 5% über denen des Vorjahres.
Die Exporte in die Türkei sind um satte 42% gestiegen. Im Gegensatz dazu liegen die Lieferungen in die Vereinigten Arabischen Emirate um 27% unter dem Vorjahreswert, da die Straße von Hormus weiterhin gesperrt ist. Marokko verzeichnete einen starken Anstieg um 47%. Die Lieferungen in den Nahen Osten und nach Afrika belaufen sich auf insgesamt 417,3 Mio. lbs, was einem Anstieg von 6% gegenüber dem Vorjahr entspricht.
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US-Mandellieferungen*, in 1.000 lbs |
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Destination |
2024/25 |
2025/26 |
Diff. |
|
Indien |
342.436 |
310.074 |
-9,5% |
|
Spanien |
142.517 |
164.275 |
15,3% |
|
Türkei |
95.941 |
136.235 |
42,0% |
|
VAE |
138.373 |
101.553 |
-26,6% |
|
Italien |
83.473 |
89.936 |
7,7% |
|
Niederlande |
114.301 |
85.894 |
-24,9% |
|
Deutschland |
80.146 |
85.519 |
6,7% |
|
Marokko |
55.057 |
80.771 |
46,7% |
|
Vietnam |
50.339 |
68.607 |
36,3% |
|
Japan |
77.414 |
65.918 |
-14,9% |
|
Andere |
512.708 |
531.938 |
3,8% |
|
Exporte gesamt |
1.692.705 |
1.720.720 |
1,7% |
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Inland gesamt |
569.863 |
492.307 |
-13,6% |
|
Gesamt |
2.262.568 |
2.213.028 |
-2,2% |
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Quelle: California Almonds, 01.08.-31.05. *geschält und ungeschält |
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Was zu beachten ist:
Wie Select Harvest berichtet, werden folgende Faktoren den Markt in den nächsten Monaten beeinflussen:
- die Entwicklung eines El-Niño-Wetterphänomens
- Erntespekulationen ohne Objective Measurement Report
- Lagerbestände in der Übergangsphase
- Nachfragemuster
Meteorologen weltweit warnen vor einem besonders starken El Niño, der in Südkalifornien für mehr Regen, heißes Sommerwetter und erhöhte Luftfeuchtigkeit während der Sommermonate sorgen dürfte. Übermäßige Hitze wird die Bäume belasten und die Kernbildung beeinträchtigen. Zusätzliche Niederschläge und feuchte Bedingungen könnten Herausforderungen für die Schädlingsbekämpfung und die Ernte mit sich bringen. Die Produktionskosten könnten daher durchaus höher ausfallen.
Da sich das Almond Board of California nicht mehr am Objective Measurement Report beteiligt, der üblicherweise im Juli veröffentlicht wird, werden Spekulationen über die Erntemenge ohne verlässliche Grundlage kursieren. Käufer und Verkäufer werden sich faktisch stärker auf frühere Schätzungen stützen müssen, die eine Erntemenge von rund 2,7 Milliarden lbs vorhersagen. Obwohl der Objective Measurement Report auch im letzten Jahr nicht ganz so zuverlässig war, wird der Markt nun etwaige Veränderungen ohne Vergleichswert einschätzen müssen.
Die Händler scheinen auf einen komfortablen Überhang von über 500.000 lbs hinzuarbeiten. Im Juni und Juli verlaufen die Lieferungen in der Regel schleppender, da sich die Aufmerksamkeit auf die neue Ernte verlagert. Angesichts der Tatsache, dass die Lieferanten nicht besonders verkaufswillig sein werden, dürfte der Markt in der Übergangsphase stabil bleiben.
Bei einem Gesamtvolumen an kontraktierten Lieferungen von 92 Mio. lbs, das um 9% über dem Vorjahreswert liegt, hat sich die Nachfrage wieder auf ein durchschnittliches Niveau erholt. In Indien wird die Nachfrage für Diwali in einigen Monaten anziehen. Da Diwali 2027 jedoch einen Monat früher im Oktober gefeiert wird, ist es durchaus möglich, dass die Ernte 2026/2027 diese Feiertagssaison zweimal abdecken muss. Die Entwicklungen in der Straße von Hormuz werden auch die Nachfragemuster im Nahen Osten und in Pakistan prägen, die sich bisher hauptsächlich auf Dubai als Umschlagplatz stützte, derzeit jedoch mehr Mandeln direkt aus Kalifornien importieren. Ein weiterer Punkt, den es zu beachten gilt, sind steigende Pistazienpreise, da die Lieferungen aus dem Iran aufgrund des Krieges unterbrochen wurden und die Erntemengen 2026/2027 deutlich geringer ausfallen werden. Dies könnte Käufer dazu veranlassen, auf günstigere Alternativen wie Mandeln umzusteigen.
Für mehr Informationen gehen Sie zu:
- Preischart für Mandeln, natur, +14, Valencia
- Preischart für Mandeln, natur, 12/14 mm, Valencia
- Preischart für Mandeln, blanchiert, 27/30, California SSR
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