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Erdnüsse: Starkes Produktionsplus in China

29. Juli 2020 um 11:48 , Der AUDITOR
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PEKING/NEU-DELHI. Sowohl in China als auch in Indien wird in der kommenden Saison mit sehr guten Ernteergebnissen gerechnet. Die Qualität der südamerikanischen Ware kann sich ebenfalls sehen lassen.

Produktion in China steigt merklich

In China ist eine deutliche Produktionssteigerung auf dem Erdnussmarkt zu verzeichnen. Wird die Produktion 2019/2020 mit etwa 15,7 Mio. mt noch mit dem Vorjahresniveau gleichgesetzt, rechnet das INC 2020/2021 bereits mit einer Produktion von 17,8 Mio. mt, was einer Steigerung von 13,4% gleichkommt. Im vergangenen Jahr hatten Exporteure und Händler oft Schwierigkeiten, ihre Kontrakte zu erfüllen, da es so gut wie keine Überhangbestände aus dem Vorjahr gab und die Ware knapp wurde. Seit Mitte März dieses Jahrs versuchen Käufer nun, ihre Bestände wieder aufzufüllen, was durch die Covid-19-Maßnahmen oftmals deutlich erschwert wurde. Die Preise sind so hoch wie seit dem Rekordpreis im April 2012 nicht mehr. Marktteilnehmer gehen allerdings auch davon aus, dass die Nachfrage diesen Sommer wegen der Pandemie gedämpft sein dürfte, allein aus dem Gastronomiesektor wird es merklich weniger Kaufanfragen geben.

Erdnusspreise, China

Sorte

EUR/mt

Blanchiert, 25/29

1.550

Red Skin, 60/70

1.550

FCA Spanien

Festival steigert Inlandsverbrauch in Indien

Auch in Indien wird in dieser Saison mit einer Rekord-Sommerernte gerechnet, da sowohl in Gujarat als auch in Rajasthan die Anbaufläche erweitert wurde. Entgegen der bisherigen Erwartungen des INC lassen die aktuellen Anbauzahlen ein deutliches Plus gegenüber dem Vorjahr erkennen. Zwar bleiben einige wichtige Märkte aufgrund steigender Corona-Infektionszahlen zurzeit geschlossen, doch aufgrund des Shravan-Festivals, das von Ende Juli bis Ende August begangen wird, bleibt die Inlandsnachfrage beständig. Erdnüsse sind dort ein Teil des traditionellen Fastenessens.

Erdnusspreise, Indien, EU-Qualität

Sorte

USD/mt

Bold, 40-50

1.320

Bold, 50-60

1.295

Bold, 60-70

1.280

Java, 50-60

1.505

Java, 60-70

1.465

Java, 70-80

1.445

FOB Indien

Unsicherheit in den USA, gute Qualität in Südamerika

Die USA hatten bei der 2019er Ernte mit Qualitätsproblemen zu kämpfen und hielten sich deshalb auf dem Markt stark zurück. Für die neue Ernte 2020 sieht es deutlich besser aus, allerdings ist das Land am stärksten von der Corona-Pandemie betroffen, sodass aktuell viel vom Kaufverhalten der Konsumenten abhängt. INC-Daten zufolge wird die Produktion für die Saison 2020/2021 um rund 7% gesteigert.

In Südamerika wird ebenfalls mit guten neuen Ernten gerechnet. In Argentinien ist die tatsächlich geerntete Fläche leicht zurückgegangen, sodass die Produktion mit 1,2 Mio. mt leicht um 4,8% gesunken ist. Dafür berichtet die Argentine Peanut Chamber von einer optimalen Qualität der Erdnüsse. Nachdem Brasilien in der Saison 2018/2019 sehr schlechte Ernteergebnisse vorweisen konnte, liegt die Produktion diesmal wieder auf einem stabilen Niveau von 550.000 mt in der Saison 2019/2020 und geschätzten 540.000 mt in der kommenden Saison. Die Qualität kann ebenfalls überzeugen, die einzige Schwierigkeit besteht darin, dass ein Großteil der Ernte in bereits laufende Verträge fließt und deshalb wenig Ware auf dem freien Markt verfügbar sein wird.

Produktion Erdnüsse in der Schale in 1.000 mt

Land

2019/20

2020/21

Diff.

China

15.700

17.800

13,4%

Indien

6.200

5.500

-11,3%

Nigeria

3.500

3.900

11,4%

USA

2.493

2.663

6,8%

Argentinien

1.260

1.200

-4,8%

Senegal

1.100

1.150

4,5%

Indonesien

999

970

-2,9%

Ghana

440

650

47,7%

Brasilien

550

540

-1,8%

Vietnam

470

447

-4,9%

Andere

8.855

11.286

27,5%

Gesamt

41.567

46.106

10,9%

Quelle: INC Webinar, Juni 2020

Weitere Informationen
Preischart Erdnüsse, mit Haut, 40/50, Bold, Indien
Preischart Erdnüsse, mit Haut, 50/60, Java, Indien
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