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Erdnüsse: Kampf gegen den Schrecken

20. Februar 2017 um 10:32 , Der AUDITOR
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BUENOS AIRES. Im chinesischen Erdnussmarkt blieb der erwartete Preisanstieg bisher aus, Marktteilnehmer gehen aber nur von einer vorrübergehenden Flaute aus.

Steigende Nachfrage und knapper werdende Bestände sollten die Preisentwicklung befeuern. Konkurrenzursprünge wie Argentinien, die USA und Brasilien tun sich derzeit schwer damit, die europäischen Käufer mit marktfähiger Ware zu versorgen. Gleichzeitig gibt es auch Gerüchte, dass die chinesische Erdnussernte die vorhergesagten 15-17 Mio. mt nicht erreichen wird.
Im einheimischen Markt sind Erdnüsse besonders bei den Ölmühlen gefragt. Aufgrund des schwächeren RMB gegenüber dem USD haben die Importpreise allerdings zugelegt und ein Großteil der Importware ist für die Verarbeitung bestimmt.

Argentinien
Der argentinische Erdnussmarkt ist Marktteilnehmern zufolge geprägt von schwacher Nachfrage aus Europa und mangelnder Qualität. Im vergangenen Jahr hatten anhaltende Niederschläge für die wahrscheinlich längste Erdnussernte der Welt gesorgt und ein bisschen schwingt im Markt die Angst mit, dass es in diesem Jahr ähnlich sein könnte. Noch sind die Aussichten für die neue Ernte allerdings gut, die Temperaturen sind normal für diese Zeit und weite Zeile der Anbaugebiete wurden mit ausreichend Regen versorgt. Die Ertragserwartungen werden aktuell auf „gut“ bis „sehr gut“ geschätzt. 

Erdnussimporte Deutschland in mt

Land

2014

2015

2016*

Argentinien

74.000

76.668

83.201

Niederlande

7.645

13.613

12.791

USA

10.870

5.314

7.463

Südafrika

4.257

5.358

6.057

Polen

1.448

1.797

2.081

China

1.641

1.560

1.976

Quelle: Statistisches Bundesamt *Schätzung

USA
Deutliche Preisunterschiede signalisieren den europäischen Erdnusskäufern, dass viele US-Lieferanten derzeit wenig Interesse daran haben, in die EU zu liefern. Aflatoxin-Belastung ist einer der Hauptgründe für nicht EU-konforme Ware. Hinzukommt, dass die US-Erdnussernte 2016 statt der erwarteten 3,1 Mio. mt nur knapp 2,6 Mio. mt hervorgebracht haben soll. Mit einer Anbaufläche 1,65-1,67 Mio. Acres liegt das Erntepotential auch in diesem Jahr wieder bei etwa 3,2 Mio. mt.

Indien
Während andere Länder mit ihren Qualitäten und Erträgen kämpfen, haben indische Bauern die Erdnussproduktion 2016/17 laut USDA einfach mal um 41% gegenüber dem Vorjahr gesteigert – auf 6,3 Mio. mt. Viele Bauern seien von Baumwolle zum Anbau von Erdnüssen übergegangen, dass sie diese für die resistentere und profitablere Pflanze halten. Das genaue Ergebnis muss sich allerdings erst noch zeigen. Mitte Januar war die Ernte verhältnismäßig weit fortgeschritten, nicht einmal zwei Wochen später hatte anhaltende Trockenheit im Südosten Indiens den Erntefortschrott um 20% hinter den Durchschnitt zurückgeworfen.

Erdnussproduktion in mt

Land

2014/2015

2015/2016

2016/2017

China

16.482.000

16.440.000

17.000.000

Indien

4.855.000

4.470.000

6.300.000

Nigeria

3.413.000

3.000.000

3.000.000

USA

2.354.000

2.722.000

2.579.000

Sudan

963.000

1.871.000

1.400.000

Burma

1.375.000

1.375.000

1.375.000

Argentinien

1.188.000

930.000

1.200.000

Indonesien

1.150.000

1.130.000

1.125.000

Senegal

669.000

1.067.000

1.000.000

Andere

7.378.000

7.315.000

7.257.000

Gesamt

39.827.000

40.320.000

42.236.000

Quelle: USDA

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