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Erdnüsse: Erntestart in Argentinien

28. April 2021 um 08:49 , Der AUDITOR
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SANTIAGO/ATLANTA. Die argentinischen Farmer stehen in den Startlöchern und beginnen in Kürze mit dem Ernteprozess. In den USA könnte die Ernte geringer ausfallen als zunächst geschätzt.

Weniger Exportware

Die Erdnuss-Ernte in Argentinien steht kurz vor dem Start und die Erzeuger zeigen sich relativ zuversichtlich. Erste Schätzungen ergeben zwar, dass die für den Export zur Verfügung stehende Ware um 100.000 mt unter dem Wert des letzten Jahres liegen könnte, dabei darf allerdings nicht vergessen werden, dass vergangene Saison perfekte Wetterbedingungen von der Aussaat bis zur Ernte geherrscht haben. Dadurch konnten überdurchschnittliche Erträge erzielt werden. Derzeit gehen Farmer davon aus, dass das diesjährige Ergebnis normale bis gute Werte erzielen dürfte, gleiches gilt für die Qualität der Erdnüsse.

USA sollen Importzölle für EU-Produkte aussetzen

Die Ernte in den USA könnte geringer ausfallen als zunächst erwartet. Das USDA hatte im März eine Schätzung von 2,78 Mio. mt abgegeben, geht jetzt allerdings von einer geringeren Erntefläche aus als ursprünglich vermutet. Genauere Schätzungen lassen noch auf sich warten. Die EU hat die USA aufgefordert, Importzölle für europäische Produkte, die sich in Milliardenhöhe bewegen, auszusetzen. Sollten die USA nicht kooperieren, würde der 25%-Importzoll auf US-Erdnüsse bestehen bleiben. Die Preise auf dem europäischen Spotmarkt verzeichnen eine feste Tendenz und liegen für US-Runner-Erdnüsse, blanchiert, 25/29 derzeit bei 1,95 EUR/kg FCA Spanien.

Erdnusspreise

Größe, Ursprung

EUR/kg

Runner, geschält, 38/42, Argentinien

1,40

Blanchiert, 38/42, Argentinien

1,70

Blanchiert, 25/29, China

1,95

Ungeschält, 11/13, China

2,00

Ungeschält, 11/13, USA

1,87

Runner, blanchiert, 25/29, USA

1,95

FCA Spanien

Kleinere Anbaufläche in China?

China bleibt das unangefochtene Produktionsland Nummer eins, dennoch berichtet Rotterdam Commodity, dass die Anbaufläche in dieser Saison kleiner ausfallen wird als in der vergangenen. Die chinesische Regierung ermutigt Landwirte dazu, die Ernährungssicherheit des Landes zu wahren und vermehrt Grundnahrungsmittel wie Weizen und Mais anzubauen; inwiefern die Farmer dies umsetzen, bleibt abzuwarten. Chinesische Exporteure sehen sich aktuell mit extrem hohen Frachtkosten konfrontiert, die für einen 20‘ FCL teilweise bei über 5.000 USD liegen – wenn denn überhaupt passende Container zur Verfügung stehen.

Weitere Informationen:
Preischart Erdnüsse, mit Haut, 40/50, Bold, Indien
Preischart Erdnüsse, mit Haut, 50/60, Java, Indien
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