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Erdnüsse: China verzeichnet Rekordimporte

11. August 2021 um 10:56 , Der AUDITOR
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PEKING/ATLANTA. In den USA wird für diese Saison mit Produktionssteigerungen gerechnet, obwohl die Erntefläche verkleinert wurde. China importierte in den ersten Monaten des Jahres so viele Erdnüsse wie noch nie, um den hohen Inlandsbedarf zu decken.

Chinas Importe könnten noch weiter steigen

Aufgrund des hohen Inlandsverbrauchs, den das Land nicht allein decken kann, verzeichnete China in den ersten Monaten des Jahres 2021 Rekordimporte. China ist der mit Abstand größte Erdnussproduzent der Welt – für die Saison 2020/21 belaufen sich die Schätzungen auf 17,5 Mio. mt. Zum Vergleich: Indien, das Platz 2 belegt, produzierte „nur“ 6,7 Mio. mt Erdnüsse in der Schale. Für die Ernte 2021 wurde die Anbaufläche in China laut dem International Nut and Dried Fruit Council (INC) entgegen ersten Schätzungen reduziert, weil andere Agrarprodukte wie z.B. Mais für die Farmer lukrativer sind. Das wird nach den aktuellen INC-Schätzungen dazu führen, dass die diesjährige Ernte etwa 5% unter der von 2020 liegen wird. Eine weitere Steigerung der chinesischen Importe ist deshalb durchaus möglich.

Produktion Erdnüsse in der Schale in 1.000 mt

Land

2020/21

2021/22

Diff.

China

17.500

16.600

-5,1%

Indien

6.700

6.380

-4,8%

Nigeria

4.400

4.800

9,1%

USA

2.782

2.867

3,1%

Senegal

1.600

1.550

-3,1%

Argentinien

1.350

1.300

-3,7%

Indonesien

970

960

-1,0%

Brasilien

640

700

9,4%

Ghana

450

450

0,0%

Vietnam

413

400

-3,1%

Elfenbeinküste

210

210

0,0%

Nicaragua

180

205

13,9%

Mexiko

102

92

-9,8%

Südafrika

80

80

0,0%

Andere

11.614

11.657

0,4%

Gesamt

48.991

48.251

-1,5%

Quelle: INC, Juli 2021

Gute Aussichten für die USA

Für die US-Produktion rechnet der INC mit einer Steigerung von gut 3% auf rund 2,87 Mio. mt im Vergleich zu 2,78 Mio. mt in der Saison 2020/21. In seinem Juli-Bericht beruft sich der INC auf Angaben des USDA, laut denen sich die Anbaufläche zwar um 20.000 ha auf 630.000 ha verkleinert hat, allerdings sollen bei der Ernte 2021 Erträge von 4,54 mt/ha erzielt werden. Diese würden damit 7% über denen der Ernte 2020 liegen. The Peanut Grower berichtet indes, dass der Markt zurzeit sehr ruhig ist, da ein Großteil der Käufer mit ausreichend Ware eingedeckt ist und die Ankunft der neuen Ernte abwarten wird. Nach einem leicht verspäteten Start der Aussaat, was an zu kühlen Temperaturen und Überschwemmungen in Teilen der US-Anbaugebiete lag, wird die Qualität der Erdnüsse bisher mit sehr gut angegeben.

Die Erdnusspreise auf dem europäischen Spotmarkt halten sich weitestgehend auf einem stabilen Niveau, während chinesische Red-Skin-Erdnüsse mit 1,90 EUR/kg FCA Spanien merklich teurer geworden sind. Das dürfte zum einen an der Aussicht auf die geringere chinesische Ernte, zum anderen an den sehr hohen Frachtkosten liegen.

Erdnusspreise

Sorte, Ursprung

EUR/kg

Blanchiert, 25/29, USA

1,90

J. Runner, geschält, 38/42, Argentinien

1,40

Red Skin, 60/70, China

1,90

Runner, blanchiert, 38/42, Brasilien

1,45

FCA Spanien

Ernteverzögerungen in Argentinien

Der argentinische Erdnussverband Cámara Argentina del Maní schätzt, dass die dortige Anbaufläche für die Ernte 2021 rund 385.000 mt betragen dürfte. Die Ernte läuft seit Mitte Mai, wurde allerdings durch überraschende Schneefälle in den Anbauregionen verzögert. Welche Auswirkungen das letztlich auf die Erntemenge haben wird, bleibt vorerst noch abzuwarten. Derzeitige Schätzungen lassen vermuten, dass die Produktion nur minimalen Schwankungen im Vergleich zum Vorjahr unterliegen dürfte.

Weitere Informationen:
Preischart Erdnüsse, mit Haut, 40/50, Bold, Indien
Preischart Erdnüsse, mit Haut, 50/60, Java, Indien
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