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Edelkastanien: Drastischer Produktionsrückgang

4. November 2024 um 16:13 , Der AUDITOR
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ATHEN. Rekordtemperaturen und starke Trockenheit sorgen dafür, dass die Edelkastanienernte in Griechenland deutlich zurückgeht. Die Situation ist extrem, und die Erzeuger bitten die Regierung um Hilfe.

Bis zu 90% weniger Kastanien

Es sieht nicht gut aus für die griechische Edelkastanien-Industrie, wie FreshPlaza in Bezugnahme auf die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Griechenland ist einer der weltweit größten Produzenten von Esskastanien, doch in dieser Saison ist die Branche aufgrund extremer Wetterbedingungen mit einem massiven Produktionsrückgang konfrontiert. Reuters sprach im Zuge dessen mit Anestis Altinis, einem Landwirt aus Kissos, der mit einem Ernterückgang von bis zu 90% rechnet. Schätzungen für die diesjährige Ernte liegen bei 15.000 mt, was nur der Hälfte des Fünfjahresdurchschnitts entspricht. Als Grund dafür geben Marktexperten in erster Linie an, dass Griechenland sowohl den wärmsten Winter als auch den heißesten Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen hinter sich hat. Auch die Kirsch-, Apfel- und Walnusserzeuger sind hiervon schwer betroffen; in Europa macht sich der Klimawandel insbesondere in den südlichen Ländern immer stärker bemerkbar. Thessalien, ein wichtiges landwirtschaftliches Gebiet in Griechenland, hat nach verheerenden Überschwemmungen eine anhaltende Dürre erlebt, was die Krise für Kastanienproduzenten verschärft.

Bewässerung dringend notwendig

Die Situation wird sich merklich auf die Gesamtwirtschaft Griechenlands auswirken, wie die Experten von Reuters weiter berichten. So rechnet die Zentralbank mit höheren Kosten für die Ernte und die Früchte, und das in einem Land, das sich noch immer von seiner großen Finanzkrise erholt und in dem Agrarprodukte ein Fünftel der gesamten Exporte ausmachen. Die Farmer wenden sich nun hilfesuchend an die Regierung und fordern vor allem Hilfe bei der Bewässerung ihrer Plantagen, da sonst die Gefahr einer Wüstenbildung besteht. Griechische Edelkastanien finden ihre Abnehmer vor allem in Europa und den Balkanländern, wo sie zum Kochen oder für die Süßwarenindustrie verwendet werden.

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