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Cashews: Vietnam will Handelsbeziehungen mit Afrika stärken

31. Mai 2021 um 15:56 , Der AUDITOR
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HANOI/ALGIER. Beim 7. African Trade and Investment Forum in Algier kam es zu intensiven Gesprächen, unter anderem zwischen dem vietnamesischen Botschafter und afrikanischen Abgeordneten unterschiedlichster Handelssektoren. Auch der Cashewnuss-Anbau spielte dabei eine wichtige Rolle.

Beziehungen knüpfen und stärken

Vergangene Woche fand in Algerien das 7. African Trade and Investment Forum statt, das vom Arab-Africa Investment and Development Center veranstaltet wurde bei dem es sowohl Veranstaltungen vor Ort als auch Onlinekonferenzen gab. Ziel war es, unter dem Motto „Made in Africa“ Teilnehmer von mehr als 600 Unternehmen in 35 Ländern zusammenbringen, um Partnerschaften zu stärken und wichtige strategische Beziehungen zu knüpfen. Unter anderem war dabei eine Delegation aus Vietnam vertreten, da das Land Handelsbeziehungen zu zahlreichen afrikanischen Ländern führt. Vietnams Importe aus Afrika beinhalten dabei hauptsächlich Agrarrohstoffe, nicht zuletzt rohe Cashewnüsse, die im Land verarbeitet und dann exportiert werden.

Afrikanisches Freihandelsabkommen öffnet Türen

Im Rahmen des Forums forderten einige afrikanische Länder Vietnam dazu auf, die Investitionskooperationen zu verstärken, insbesondere, da verschiedene Handelsabkommen in Vorbereitung oder bereits in Kraft getreten sind, die die Zölle für afrikanische Im- und Exporte in den kommenden Jahren deutlich senken werden. Dabei sticht besonders die African Continental Free Trade Area hervor; hier handelt es sich um die Freihandelszone zwischen 54 Mitgliedsstaaten der Afrikanischen Union, die bereits 2019 auf Grundlage des afrikanischen Freihandelsabkommens (African Continental Free Trade Agreement; AfCFTA) beschlossen wurde. Im Mai 2019 wurde das Abkommen besiegelt und sollte 2020 in Kraft treten, durch die Corona-Pandemie musste das Vorhaben jedoch auf den 1. Januar 2021 verschoben werden. Das einzige afrikanische Land, das nicht am AfCFTA teilnimmt, ist Eritrea.

Cashew-Importe zwingend erforderlich

Der vietnamesische Botschafter Nguyen Thanh Vinh, der Vietnam beim Forum in Algerien vertrat, betonte, dass für die kommenden Jahre verschiedene Projekte geplant seien, die zum einen die Handelsbeziehungen mit den afrikanischen Ländern stärken und zum anderen die Landwirtschaft in ärmeren Regionen fördern sollen, um die dortige Ernährungssicherheit zu gewährleisten. Laut der Vietnam Cashew Association (Vinacas) lag ein Schwerpunkt auch auf dem verstärkten Anbau von Cashewnüssen, um die hohe globale Nachfrage auf Dauer decken zu können. Wie hoch diese Nachfrage wirklich ist, zeigt die aktuelle Lage in Europa. Die Lagerbestände sind hier praktisch aufgebraucht und die Lieferungen gestalten sich weiterhin äußerst schwierig. Da die Ernte in Vietnam aufgrund starker Regenfälle niedriger ausgefallen ist als erwartet, sind vermehrte Importe aus afrikanischen Ursprüngen zwingend notwendig.

Preise erneut merklich gestiegen

Die Preise für vietnamesische Cashewkerne haben auf dem europäischen Spotmarkt noch einmal deutlich angezogen. Cashewbruch, große Stücke, kostet aktuell 3,75 EUR/kg FCA Spanien und ist damit noch einmal 0,20 EUR/kg teurer als letzte Woche, kleine Stücke verzeichnen sogar eine Preissteigerung von 0,50 EUR/kg.

Preise Cashewkerne, Vietnam

Sorte

EUR/kg

WW320

6,45

Große Stücke

3,75

Kleine Stücke

2,85

FCA Spanien

Für mehr Informationen gehen Sie zu: 
allgemeine Preischarts

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