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Cashews: USA bleiben Vietnams wichtigstes Exportziel

28. April 2025 um 16:09 , Der AUDITOR
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HANOI. Trotz der Einfuhrsteuern für vietnamesische Cashews bleiben die USA mit einem Anteil von 22,7% der Gesamtexporte der wichtigste Abnehmer. Vinacas geht davon aus, dass das auch 2025 so bleiben wird.

Exportpreis gestiegen

Wie aktuelle Statistiken der vietnamesischen Zollbehörde belegen, erreichten Vietnams Exporte verarbeiteter Cashewnüsse im ersten Quartal 2025 insgesamt 122.170 mt im Wert von gut 839 Mio. mt. Laut der Vietnam Cashew Association (Vinacas) entspricht das einem Rückgang von 19% im Volumen, jedoch einer Steigerung von 3,7% im Wert gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der durchschnittliche Exportpreis für Cashews in alle wichtigen Exportmärkte stieg im Vergleich zum ersten Quartal 2024 um 12,8-37,9% an. Als wichtigsten Grund hierfür benennt Vinacas die Schwankungen bei den weltweiten Ernten, insbesondere in den afrikanischen Ursprüngen. Diese gehören zu den wichtigsten Rohwarenproduzenten, doch widrige Witterungsbedingungen und logistische Hürden haben in den letzten Monaten zu Schwierigkeiten geführt.

Die wichtigsten Abnehmer vietnamesischer Cashews waren in den ersten drei Monaten 2025 erneut die USA (22,7%), die Niederlande (11,2%) und China (9,8%). Während die Ausfuhren in die USA und China zurückgingen, stiegen sie in andere Märkte wie die Niederlande und Japan. Die Steigerung der Exporte in die Niederlande um 43,5% ist dabei beachtlich.

Globale Produktion soll steigen

Im Jahr 2024 exportierte Vietnam insgesamt 730.000 mt verarbeitete Cashewnüsse im Wert von 4,37 Mrd. USD, was einem Anstieg von 13,3% beim Volumen und 20,2% beim Wert im Vergleich zu 2023 entspricht. Der durchschnittliche Exportpreis lag mit 6.003 USD/mt um 6,1% über dem des Jahres 2023. Allein die USA importierten vietnamesische Cashews im Wert von über 1,1 Mrd. USD. Auch die Exporte in die EU sind auf einem guten Weg. Nguyen Minh Hoa, Vizepräsident von Vinacas, prognostiziert für die globale Cashewproduktion 2025 ein Wachstum von 10-15% auf knapp 6 Mio. mt. Die Preise auf dem Weltmarkt zeigen sich allerdings volatil und könnten vor allem ab Mai deutlich schwanken.

Keine direkte Konkurrenz

Seit dem 10. April werden die Cashewlieferungen in die USA mit einer Steuer von 10% belegt, und ab Juli könnte dieser Steuersatz noch einmal aufgestockt werden. Dennoch geht Vinacas davon aus, dass das Land weiterhin ein wichtiges Exportziel für die vietnamesischen Ausfuhren bleiben wird, und die Exporteure sind auch bemüht, die Exporte am Laufen zu halten. Es ist wahrscheinlich, dass Cashews zu den Produkten gehören werden, die nicht dem höchsten Steuersatz unterliegen. Dadurch, dass die USA weder eigene Cashew-Anbaugebiete noch Fabriken zur Verarbeitung haben, besteht hier wenig Gefahr, dass die wirtschaftliche Sicherheit durch die Importe direkt beeinflusst wird.

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