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Cashews: Produzenten blicken optimistisch in die Zukunft

3. Februar 2022 11:45, Der AUDITOR
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HANOI. Bereits 2021 konnten die Cashewexporte merklich gesteigert werden und Experten rechnen damit, dass dieser positive Trend in den kommenden Jahren anhalten wird. Die Preise zeigen sich derweil weitestgehend stabil.

Elfenbeinküste und Indien sind Top-Produzenten

Wie die aktuellen Daten von Fruit and Vegetable Facts zeigen, wurden im Jahr 2021 weltweit 4,2 Mio. mt Cashewnüsse angebaut. Davon gingen 1,9 Mio. mt Cashews in der Schale und 700.000 mt geschälte Cashewkerne in den Export. Die beiden größten Produzenten roher Cashewnüsse sind dabei die Elfenbeinküste und Indien, gefolgt von Vietnam, Burundi, den Philippinen und Tansania. Ein Großteil der in Afrika produzierten Rohware wird zur Weiterverarbeitung nach Vietnam und Indien geliefert. Diese Länder verschiffen die dann geschälte Ware vor allem nach Nordamerika, Europa und China. Die führenden Abnehmer sind dabei die USA und Deutschland.

Die Preise auf dem europäischen Spotmarkt halten sich schon seit mehreren Wochen relativ stabil und sind nur nominalen Schwankungen ausgesetzt. Vietnamesische Cashewkerne, WW320, kosten aktuell 6,30 EUR/kg FCA Spanien.

Cashewkerne, Vietnam

Sorte

EUR/kg

USD/kg

WW320

6,30

7,15

WW240

6,80

7,70

Large White Pieces

4,38

4,95

Small Pieces

2,97

3,33

FCA Spanien

Pandemie kurbelt Verbrauch an

Auch die Vietnam Cashew Association (Vinacas) bestätigt, dass Vietnam sich mit den Exporten 2021 äußerst zufrieden zeigen kann. Im Vergleich zu 2020 konnte ein Anstieg der Exportmenge von 12,6% verzeichnet werden, der Exportwert stieg sogar um 13,3%. Insgesamt wurden knapp 600.000 mt vietnamesische Cashews ins Ausland geliefert. Die Experten prognostizieren, dass die Exporte auch 2022 weiter zunehmen werden. Die Covid-19-Pandemie hat den Verbrauch gesunder Lebensmittel, zu denen auch die Cashews zählen, weltweit angekurbelt.

Erhöhte Nachfrage prognostiziert

Die Experten von Mordor Intelligence schätzen, dass der globale Cashewmarkt im Zeitraum 2022-2026 eine durchschnittliche Wachstumsrate von 4,6% erreichen wird. Vor allem auf dem EU-Markt rechnen sie mit einer erhöhten Nachfrage, aber auch die USA, China, Großbritannien und Japan haben bereits im Jahr 2021 ihre Käufe erhöht und es wird prognostiziert, dass dieser Trend vorerst anhält.

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