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Cashews: Komplizierte Exportsituation

5. Mai 2020 um 08:58 , Der AUDITOR
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HANOI/NEU-DELHI. Obwohl das erste Quartal aus Exportsicht erfolgreich war, rechnen vietnamesische Marktteilnehmer aufgrund des Coronavirus mit Schwierigkeiten in den Folgequartalen. Auch der Import von Rohware birgt in diesen Tagen gewisse Probleme.

Gutes erstes Quartal

Wie die Vietnam Cashew Association (Vinacas) berichtet, nahmen die Cashewexporte im ersten Quartal 2020 im Vergleich zu 2019 weiter zu. Insgesamt wurden fast 95.000 mt Cashewkerne im Wert von 667 Mio. USD exportiert, das entspricht einem Volumenanstieg von knapp 19,5% und einer Steigerung im Exportwert von 4,4%. In den Folgequartalen dürfte es jedoch zu deutlich geringeren Exportzahlen im Vorjahresvergleich kommen, was der Ausbreitung des Covid-19-Virus geschuldet ist.

Steigende Preise

Wie die meisten anderen Märkte hat auch der Cashewmarkt aktuell mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie zu kämpfen. So mussten viele Fabriken in Vietnam vorübergehend schließen und auch in Indien müssen einige Produzenten derzeit pausieren. Das lässt die Preise steigen. So werden vietnamesische Cashews, LP auf dem europäischen Spotmarkt für 2,55 EUR/kg FCA Spanien gehandelt.

Es ist jedoch Besserung in Sicht; nach einer längeren Pause hat China den Import inzwischen wieder aufgenommen und auch die Nachfrage aus Europa ist wieder gestiegen, wie Marktteilnehmer berichten. In den USA, einem weiteren wichtigen Exportziel, ist die Nachfrage nach wie vor eher zurückhaltend. Insgesamt rechnet der Handel damit, dass die Normalisierung des Marktes noch eine lange Zeit in Anspruch nehmen wird.

Cashewpreise, Indien

Sorte

USD/kg

W240

9,60

W320

7,90

W450

7,44

LWP

7,33

SWP

7,00

FOB Indien

Importprobleme bei afrikanischer Rohware

Rohware ist in dieser Saison ausreichend vorhanden, da die Ernte sowohl in Vietnam als auch in Kambodscha erfolgreich war. Der wichtigste Rohstoffmarkt für die vietnamesische Cashewindustrie ist jedoch Afrika. Auch hier war die Ernte erfolgreich, die Exportsituation ist durch die Covid-19-Pandemie jedoch schwierig. So hat zum Beispiel Nigeria hohe Quarantäneanforderungen, was die Exporte merklich verlangsamt. Die Elfenbeinküste hat vorübergehend den Hafen von Abidjan gesperrt, der ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt für den Export roher Cashewnüsse ist. Ein weiteres Problem stellt der Mangel an leeren Containern dar, ohne die die Ware nicht verschifft werden kann.

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