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Cashews: Zu viele Händler und zu viel Geld

24. Februar 2017 um 11:46 , Der AUDITOR
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ROTTERDAM. Der Cashewmarkt hat keine Chance auf Erholung. Experten warnen davor, dass sich zu viele Händler und zu viel Geld in West Afrika tummeln. Die aktuelle Marktlage ist hochgefährlich.

Ernteverzögerungen in Vietnam

Nachdem im letzten Jahr Produktionseinbrüche für enorme Preissprünge gesorgt hatten, könnte die Nachrichtenlage kaum besser sein. Die Ernten in den Ländern der nördlichen Hemisphäre, wie Kambodscha, Indien oder West Afrika laufen ohne nennenswerte Zwischenfälle. Sollte das Wetter bis Juni mitspielen werden auch die Qualität und Produktion überwiegend zufriedenstellend sein. Eigentlich sprechen alle Anzeichen dafür, dass sich der Markt in diesem Jahr von den aktuell sehr hohen Preisen verabschieden könnte. Allerdings hat sich die Ernte in Vietnam um 3-4 Wochen verzögert. Die neue Ernte soll frühestens in der ersten oder zweiten Märzwoche verfügbar sein.

Sehr hohe Preise

Daher konzentrieren sich die Markteilnehmer derzeit auf Westafrika, was die Rohwarenpreise ordentlich in die Höhe getrieben hat. Demnach verlangen die Produzenten in Nigeria bis zu 1.700 USD/mt, in der Côte d’Ivoire und Ghana 1.850 USD/mt und in Benin gar 1.950 USD/mt. Viele hoffen ordentlich Kasse machen zu können. Experten warnen davor frühzeitige Einkäufe zu tätigen. Mit Preisrückgängen ist erst im April oder Mai zu rechnen, wenn die verarbeitete Ware verfügbar ist.

 

Aktuelle Cashewpreise

 Typ

USD/lb

EUR/kg

 LBW320

4,48 

9,35

 WW320

4,80 

10,02

 WW450

4,65 

9,70

WS

3,45

7,20

Ursprung: Vietnam, FCA Rotterdam

 

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