Nüsse

Cashews: Neue Frachtschiffroute erleichtert Exportlieferungen

29. November 2021 um 11:12 , Der AUDITOR
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HANOI. Wie Cornhouse und der INC berichten, sind auf den Weltmärkten mehr als genug Cashewkerne verfügbar. Die Exporte bereiten gewisse Schwierigkeiten, die allerdings durch eine neue Containerschiffroute im indischen Ozean Erleichterung erfahren sollten.

Rekordimporte nach Vietnam

Wie die Experten von Cornhouse berichten, gehen die Cashewverkäufe zurzeit etwas schleppend voran. Der Markt scheint gesättigt und nur wenige Käufer zeigen aktuell Interesse. Zudem scheinen mehr als ausreichend Nüsse im Markt vorhanden zu sein. Im Zeitraum Januar-Oktober 2021 importierte Vietnam insgesamt 2,87 Mio. mt rohe Cashewnüsse, was einen absoluten Rekord darstellt. Gerüchten zufolge befinden sich etwa 500.000 mt der Rohware in den Lagern finanzstarker vietnamesischer Unternehmen.

Ernten 2022 stehen kurz bevor

Die diesjährige globale Cashewproduktion wird vom International Nut and Dried Fruit Council (INC) auf 3,95 Mio. mt geschätzt, was einer Steigerung von 3% gegenüber der Saison 2020/21 entspricht. Bedenkt man nun, dass auch die Ernten 2022 nicht mehr lange auf sich warten lassen, kann mit großer Sicherheit gesagt werden, dass in den nächsten Monaten ausreichend Ware auf dem Weltmarkt verfügbar sein wird. Indien startet im Januar/Februar mit dem Ernteprozess, laut Cornhouse könnte sich die Erntemenge hier auf rund 650.000 mt belaufen. Im Februar/März folgen dann die Ernten in Vietnam und Kambodscha.

Die Preise auf dem europäischen Spotmarkt zeigen sich im Vergleich zu letzter Woche weitgehend unverändert. Cashews, WW320 aus Vietnam liegen stabil bei 6,80 EUR/kg FCA Spanien.

Preise Cashewkerne, Vietnam

Sorte

EUR/kg

WW320

6,80

Large White Pieces

4,80

Small Pieces

3,15

FCA Spanien

Neue Route für Containerschiffe

Ein wenig Erleichterung, vor allem für vietnamesische und indische Cashewexporteure, dürfte die neue Containerschiffroute bringen, die vergangene Woche (25.11.) eröffnet wurde. Es ist die erste Route dieser Art, die die Länder Vietnam, Malaysia und Indien direkt miteinander verbindet, und die Schiffe sparen auf ihrer Reise im Vergleich zu bisherigen Strecken etwa zehn Tage ein. Das berichtet die Vietnam Cashew Association (Vinacas) und beruft sich dabei auf die Vietnam Maritime Corporation (VIMC). Besonders in den aktuell schwierigen Pandemiezeiten, in denen die Frachtraten sich teilweise verachtfacht haben und Import-Export-Unternehmen teils große Verluste einstecken mussten, werden Vereinfachungen dieser Art mit offenen Armen empfangen.

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