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Cashews: Elfenbeinküste senkt Mindesterzeugerpreis

11. Februar 2026 um 11:56 , Der AUDITOR
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YAMOUSSOUKRO. Internationale Einflüsse, vor allem die Zollpolitik und die schwache Nachfrage aus den USA, haben in einigen westafrikanischen Produktionsländern zu einem Rückgang des staatlich festgelegten Erzeugerpreises für Cashews geführt. Eine spätere Anhebung ist jedoch möglich.

USA sorgen für Unsicherheit

Die Regierung der Elfenbeinküste hat den Mindestabnahmepreis auf Erzeugerebene für rohe Cashewnüsse zur Saison 2026 auf 400 CFA-Franc/kg festgelegt. Damit liegt der Preis rund 6% unter dem Vorjahresniveau von 425 CFA-Franc/kg. Landwirtschaftsminister Bruno Nabagné Koné begründete die Anpassung mit der angespannten Lage auf den internationalen Märkten, die durch zusätzliche US-Zölle im Zeitraum von August bis November 2025 verschärft worden sei. Obwohl diese Sonderzölle inzwischen aufgehoben wurden, bleibt die Unsicherheit über die künftige Nachfrage aus den USA bestehen; das berichtet die African Cashew Alliance (ACA) unter Bezugnahme auf ecofin agency.

Marktbeobachter verweisen darauf, dass die US-Cashewimporte 2025 deutlich zurückgingen und Nordamerika als Absatzmarkt hinter Europa und China zurückfiel. Unklar sei, ob Lagerbestände die geringeren Einfuhren auffingen oder ob der Konsum tatsächlich nachgelassen habe. Für 2026 kommt der Entwicklung der US-Importe daher eine Schlüsselrolle zu. Die USA waren 2024 drittgrößter Abnehmer ivorischer Cashewkerne mit Exporten im Wert von 29,3 Mrd. CFA-Franc (11,8 % der Exporterlöse). Ein erneuter Nachfragerückgang wie 2025 könnte einen Dominoeffekt entlang der Lieferkette auslösen. Platz 1 und 2 der wichtigsten Exportziele für Cashewkerne waren Vietnam und die Niederlande.

Übergreifender Trend in Westafrika?

Die Behörden der Elfenbeinküste setzen nun auf einen vorsichtigen, aber schützenden Erzeugerpreis, um sowohl die Vermarktung der Ernte sicherzustellen als auch die Einkommen der Bauern zu stabilisieren. Eine spätere Anhebung sei bei verbesserten Marktbedingungen nicht ausgeschlossen, so Koné.

Auch Ghana senkte seinen Mindestpreis um 20%, wie die ACA berichtet. Mit dem bevorstehenden Start der Vermarktungskampagnen in weiteren wichtigen Erzeugerländern – darunter Benin, Nigeria und Guinea-Bissau – dürfte sich zeigen, ob sich die Preisanpassungen zu einem übergreifenden Trend in der Region entwickeln. Gleichzeitig könnten niedrigere Rohwarenpreise die Verarbeitung in Westafrika weiter fördern, nachdem das Verarbeitungsvolumen 2025 deutlich gestiegen ist – angeführt von der Elfenbeinküste als wichtigstem Akteur der Region.

Cashewpreise

Sorte, Ursprung

USD/mt

WW240, Vietnam

7.350

WW320, Vietnam

6.850

W320, Indien

8.160

W450, Indien

7.445

Quelle: Handel, FOB-Basis

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