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Cashews: Afrika gewinnt Marktanteile in Europa

22. März 2022 um 11:00 , Der AUDITOR
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ACCRA. Die African Cashew Alliance blickt positiv auf das Jahr 2021 zurück, in dem die Ausfuhren nach Europa den höchsten Wert seit fast 50 Jahren erreichten. Auch die Aussichten für 2022 sind bisher vielversprechend.

Kaum Verarbeitung in den Ursprungsländern

In ihrem Rückblick auf das Jahr 2021 kann die African Cashew Alliance (ACA) ein positives Resümee ziehen. Mit Exporten von bis zu 18.700 mt nach Europa ist der Anteil Afrikas am europäischen Cashewmarkt zum ersten Mal seit den 1970er Jahren wieder zweistellig; 11% der in die EU gelieferten Cashewkerne stammten aus Afrika. Der Anteil am Weltmarkt bleibt indes noch einstellig. Obwohl Afrika der größte Produzent roher Cashewnüsse ist, wird nur ein geringfügiger Teil dort verarbeitet. Die überwiegende Menge wird in asiatische Länder verschifft und dort weiterverarbeitet, ehe sie ihren Weg in die europäischen oder amerikanischen Märkte findet. Der uneingeschränkte Spitzenreiter ist dabei Vietnam; 77% der verarbeiteten Kerne, die Europa importiert, stammen von dort. Bei Lieferungen in die USA sind es sogar 89%, die afrikanischen Importe machen hier nur 5% aus. Besonders die Elfenbeinküste zeigt große Bemühungen, vermehrt in die lokale Verarbeitung und das Marketing zu investieren, und Experten gehen davon aus, dass sich das in den kommenden Jahren positiv auswirken wird.

Das Vertrauen steigt

Die ACA hebt hervor, dass ein weiterer wichtiger Faktor für den Anstieg des afrikanischen Marktanteils die Verbesserung der Lebensmittelsicherheit ist. Rückverfolgbarkeit und Transparenz haben in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen und internationale Richtlinien sind somit leichter einzuhalten. Dafür wurde unter anderem auch das ACA-Siegel eingeführt, das durch große Einkaufsorganisationen anerkannt wird. Das steigert das weltweite Vertrauen in die afrikanische Ware deutlich.

Gute Qualität

Die Qualität der afrikanischen 2021er-Ernten konnte auch qualitativ überzeugen. Mit einer Ernte von über 1 Mio. mt ist die Elfenbeinküste das wichtigste Produktionsland nicht nur Afrikas, sondern weltweit. Ersten frühen Prognosen zufolge dürfte auch die Ernte 2022 diese Marke wieder überschreiten, sofern es nicht zu unvorhergesehenen Zwischenfällen kommt. In Nigeria könnte der Harmattan, ein afrikanisches Wetterphänomen, das durch heiße und trockene Winde gekennzeichnet ist, indes bereits zu Ernteschäden in Höhe von 15% geführt haben. Die aktuellen Schätzungen für die Ernte 2022 belaufen sich hier auf 190.000-220.000 mt. Insgesamt wird erwartet, dass die weltweite Produktion roher Cashewnüsse in diesem Jahr gut ausfallen und zwischen 3,8 Mio. und 4,3 Mio. mt liegen könnte.

Die Preise für vietnamesische Ware haben auf dem europäischen Spotmarkt in den vergangenen Wochen wieder leicht angezogen und liegen für Cashewkerne, WW240 bei 7,30 EUR/kg FCA Spanien.

Cashewkerne, Vietnam

Sorte

EUR/kg

USD/kg

WW320

6,70

7,39

WW240

7,30

8,06

WW210

8,40

9,27

WW180

8,95

9,88

FCA Spanien

Für mehr Informationen gehen Sie zu: 
allgemeine Preischarts

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