Blaumohn: Preise nahe der 2-Euro-Marke

31. August 2017 um 10:09 , Der AUDITOR
Bericht als Audio abspielen

CHRUDIM. Im tschechischen Blaumohnmarkt geben die Bauern den Ton an. Die Ernte ist abgeschlossen, trennen wollen sich die Produzenten von ihrer Rohware aber noch nicht.

Ernterückgang um 27%
Nach den Horrorprognosen über einen Vertragseinbruch von 70% gleich zu Beginn der Ernte, fiel das tatsächliche Ernteergebnis doch weitaus besser aus. Genaue Zahlen sollen in zwei bis drei Wochen vorliegen. Marktteilnehmer gehen aktuell von einem Ertragsrückgang um etwa 20% aus. Bei einer durchschnittlichen Ernte werden etwa 0,80 mt/ha produziert. In Verbindung mit den kleineren Anbauflächen geht die Mohnproduktion gegenüber 2016 voraussichtlich um 27% zurück.   

Blaumohnproduktion, Tschechien

Jahr

ha

mt/ha

mt

2013

20.250

0,69

13.973

2014

27.020

0,91

24.588

2015

32.650

0,82

26.891

2016

35.543

0,80

28.574

2017

32.586

0,64*

20.855

Quelle: Czech Statistical Office

Stand 31.08.2017

Preise im Höhenflug
Erst wenn sich der Markt ein klares Bild von der diesjährigen Ernte machen kann, lässt sich auch die Preisentwicklung besser einschätzen. In dem Bestreben, die Preise so weit wie möglich nach oben zu treiben, halten die Bauern einen Großteil ihrer Rohware zurück. Händler erhöhten ihre Angebote für neuerntigen Blaumohn in dieser Woche auf 1,94 EUR/kg DDP Deutschland.   

Blaumohnpreise Tschechien

Ursprung

EUR/mt

<25 ppm Morphin, Ernte 2016

n.v.

<25 ppm Morphin, Ernte 2017

1.940

DDP Deutschland

Angehängte Dateien

Dateisymbol
Blaumohn Tschechien

Dies könnte Sie ebenfalls interessieren

zur Nachrichten-Übersicht
Ölsaaten
18.08.2026
WASHINGTON, D.C./KYJIW. Mit dem aktuellen WASDE-Report hält das USDA an seinen positiven Ernteprognosen für die Saison 2026/2027 fest. Marktteilnehmern zufolge könnte es im Sonnenblumenölmarkt zu Verschiebungen kommen. EU-Länder verzeichneten zwischen Juli und Mitte August wieder hohe Importe aus Argentinien.
Nüsse
17.08.2026
NEU-DELHI/REUS. Der indische Erdnussmarkt steht nach den jüngsten Preisrückgängen und angesichts höherer Ernteerwartungen unter Druck. Der INC hat neue Schätzungen für die globale Erdnussproduktion 2026/27 bekanntgegeben.
Ölsaaten
13.08.2026
NEU-DELHI/SEOUL. Die Sesampreise sind zuletzt deutlich gefallen, während die Importe nach China und Südkorea sanken. In Indien verlagert sich der Anbau zwischen den Regionen.
Nüsse
10.08.2026
NEU-DELHI. Der indische Erdnussmarkt bleibt schwach, die chinesische Nachfrage verhalten. Eine deutliche Belebung wird vorerst nicht erwartet. Die Nachfrage nach Erdnussöl im indischen Einzelhandel sorgt jedoch für gewisse Unterstützung.