Weizen: Taras Vysotskiy verwässert Exportbeschränkungen

27. Mai 2020 um 13:05 , Der AUDITOR
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FRANKFURT. Die Weizenmärkte tendierten fester. In den USA holte die Sommerweizenaussaat etwas auf. US-Präsident Donald Trump sei über die Verbreitung des Coronavirus und anderen Angelegenheiten so verärgert über Peking, dass das Handelsabkommen zwischen USA und China für ihn an Stellenwert verloren hätte, hieß es aus Washington. Die US-Regierung unterstütze den Rückzug US-amerikanischer Unternehmen in Hongkong und China zurück in die USA. Der Handel ist entsetzt über die laxe Handhabung staatlich angeordneten Exportbeschränkungen in der Ukraine, die zu Preissteigerungen führten, dann nicht eingehalten wurden. Bei uns ist der Preisabstand zwischen alter und neuer Weizenernte weiter geschrumpft. Diese dürfte sich auf die Mehlpreiskalkulation auswirken.

Dabei notierte US-Weizen in Chicago am Mittag mit 5,10 USD/Bushel um 0,3 % fester als gestern. In Paris stieg Weizen beim Fronttermin um 0,2 % auf 188,25 EUR/mt, legte am Schwarzmeer um 0,2 % auf 203,50 EUR/mt zu. In den USA standen Crop Progress Report und Exportinspektion im Fokus. Die US-Sommerweizen-Aussaat war zu 81 % abgeschlossen, was über der Handelserwartung lag, aber um 9 % unter dem vierjährigen Mittel blieb. Die wöchentliche Exportkontrolle blieb mit 457.777 mt um 2,9 % unter der Vorwoche. Der Berater des Weißen Hauses, Larry Kudlow, sagte, US-Präsident Donald Trump sei über die Verbreitung des Coronavirus und anderen Angelegenheiten so verärgert über Peking, dass das Handelsabkommen zwischen USA und China an Stellenwert verloren hätte. Angeblich unterstützt die US-Regierung den Rückzug US-amerikanischer Unternehmen in Hongkong und China zurück in die USA. Unter Kritik geriet die Exportpolitik der Ukraine, wobei der stellvertretende Wirtschaftsminister Taras Vysotskiy erkärte, dass der Weizenexport trotz Exportquote von 20,2 Mio. mt Weizen in der laufenden Saison fortgesetzt würde, was die Verlässlichkeit in Frage stellen würde. Der hiesige Handel ist entsetzt über die laxe Handhabung von staatlich angeordneten Exportbeschränkungen, die zu Preissteigerungen führen, dann nicht eingehalten werden. 

Weizen-Kassamarkt (Fronttermin)

B-Weizen (12/220/76)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Rouen FOB

191,00

2,00

Creil FOB

179,00

2,00

Hamburg DDP

202,00

0,00

Westfalen DDP

199,00

0,00

Rheinland DDP

199,00

1,00

Oberrhein FOB

191,00

0,00

Futterweizen (72/73)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Holland CIF

200,00

1,00

Süd-Oldenburg DDP

201,00

0,00

Westfalen DDP

199,00

0,00

Oberrhein FOB

190,00

0,00

Quelle: Handel

Folgen der Corona-Pandemie sind nicht wegzudiskutieren
In Frankreich legte Weizen aus der alten Ernte um 2 EUR/mt zu. Nach Einschätzung des französischen Handels brachten die jüngsten Regenfälle im Süden Russlands und der Ukraine keine Verbesserung der Ernteaussichten. Aber es soll noch mehr Regen dort geben. In Polen, Rumänien und in Norddeutschland verbesserten die jüngsten Schauer den Zustand der Weizenbestände. In Großbritannien rechnet man mit einer Weizenernte von 10 Mio. mt gegenüber 16,2 Mio. mt Weizen im Vorjahr. In Süddeutschland stehen die Weizenbestände dagegen sehr gut. In Westeuropa muss sich der Markt auf niedrigeres Weizenangebot nördlich von Paris und in Norddeutschland einstellen, während im Süden reichliches Angebot zur Verfügung stehen sollte. Der Preisabstand zwischen alter und neuer Weizenernte ist auf 5 EUR/mt geschrumpft. Diese dürfte sich auf die Mehlpreiskalkulation auswirken. Der Handel sieht zwar mit Lockerung des Lockdowns mehr Spielraum für steigende Mehlnachfrage, aber die Folgen der Corona-Pandemie sind nicht wegzudiskutieren, hieß es am Niederrhein.

 

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