Weizen: Globale Bestände auf Rekordniveau
12. Juni 2020 um 10:17 ,
Der AUDITOR
Dabei notierte US-Weizen in Chicago am Morgen mit 4,97 USD/Bushel um 2,2 % niedriger als gestern. In Paris sank Weizen beim Fronttermin um 1,4 % auf 182,50 EUR/mt, am Schwarzmeer blieb der Kurs bei 208,25 EUR/mt stehen. Im Fokus stand der Juni-WASDE-Report. Die Welt-Weizenernte erwartet das USDA um 4,9 Mio. mt höher als im Mai bei nun 773,4 Mio. mt. Maßgebend hierfür sind gestiegene Schätzungen für Indien um 4,2 Mio. mt, Australien von 2 Mio. mt sowie China und die Türkei um jeweils 1 Mio. mt. Die Weizenernten für die EU-28 wurden um 2 Mio. mt und für die Ukraine um 1,5 Mio. mt gesenkt. Dies bedeutet um 2 auf 17,0 Mio. mt steigende Weizenexporte Australiens, während diese in der Ukraine um 1,5 auf 17,5 Mio. mt und in der EU-28 um 0,5 auf 28 Mio. mt zurückgehen. In der EU-28 macht sich die kleinere Weizenernte auch in geringeren Beständen von 11,6 statt 13,1 Mio. mt bemerkbar. Dies bedeutet, dass die Welt-Weizenernte um 1,2 % zulegen dürfte, mit um 71,1 % Anstieg in Australien, gut 17,9 % Plus in Kasachstan und 7,7 % in Argentinien. Die Ukraine verzeichnete ein Minus von 9,2 % und die EU einen Rückgang von 8,9 % zum Vorjahr.
Weizen-Kassamarkt (Fronttermin)
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B-Weizen (12/220/76) |
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Parität |
EUR/mt |
Veränd. |
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Rouen FOB |
185,00 |
-1,00 |
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Creil FOB |
174,00 |
-2,00 |
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Hamburg DDP |
198,00 |
0,00 |
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Westfalen DDP |
199,00 |
0,00 |
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Rheinland DDP |
199,00 |
0,00 |
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Oberrhein FOB |
190,00 |
0,00 |
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Futterweizen (72/73) |
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Parität |
EUR/mt |
Veränd. |
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Holland CIF |
200,00 |
0,00 |
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Süd-Oldenburg DDP |
202,00 |
0,00 |
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Westfalen DDP |
200,00 |
0,00 |
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Oberrhein FOB |
190,00 |
0,00 |
Quelle: Handel
Kassamarkt reagiert mit Preisrückgang
Der Weizenmarkt reagierte auf den WASDE-Report klar bearish. Ausgelöst wurde der Rücksetzer in erster Linie durch die unerwartet hohen globalen Endbestände. Das USDA hob seine Prognose um 6 Mio. mt auf den Rekordwert von 316,1 Mio. mt an. Diese resultierten aus der guten Bestandsentwicklung, verbunden mit einer sinkenden Nachfrage rund um den Globus, was zuvor nicht erwartet wurde. Die Absatzrisiken durch die Covid19-Pandemie bleiben latent erhalten, gegenwärtig besonders in Südamerika, was den Weizenverbrauch auch durch weniger Fleischverzehr belasten dürfte. In Frankreich gab Weizen am Morgen um bis zu 2 EUR/mt nach. In Polen fiel der Weizenpreis, nachdem die Nachfrage nach alterntiger Ware gesunken ist und sich die Aussichten zu neuen Ernte verbessert haben. Die Kaufideen polnischer Mühlen lagen zuletzt um 174,50 bis 185,50 EUR/mt. Am Niederrhein dürfte B-Weizen Ex-Ernte mit 180 bis 185 EUR/mt bewertet werden.