Weizen: Freundlicher Start in neue Woche

12. August 2019 um 10:51 , Der AUDITOR
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FRANKFURT. Der Weizenmarkt startete in die neue Woche freundlicher.

In der EU legten die Kurse in Paris und am Kassamarkt leicht zu. Dabei notierte der Fronttermin an der Matif bei 170,50 EUR/mt um einen halben Euro fester, in den USA bei 4,95 US-Dollar je Bushel drei Dollar schwächer. Die Handelsumsätze blieben kurz vor Veröffentlichung des WASDE-Reports heute Abend gering. Dieser könnte einige Überraschungen an Bord haben, wartet die Branche wegen schwieriger Mais- und Sojaaussaat seit zwei Monaten auf belastbare Anbaudaten aus den USA. Dabei liegen die Handelseinschätzungen für Mais mit 88 Mio. Acres unter der USDA-Prognose im Juli von 91,7 Mio. Acres, für Sojabohnen mit 81 Mio. Acres über der von 80 Mio. Acres im Juli. Ein geringerer US-Maisanbau würde den Weizenmarkt unterstützen. Die US-Weizenexporte markierten letzte Woche mit 487.672 mt aber ein gutes Ergebnis.

In Frankreich tendierte der Kassamarkt leicht fester mit Preisaufschlägen von einem Euro. Für Kursunterstützung sorgte Mais. Der Prognosedienst der EU-Kommission MARS rechnet damit, dass die letzte Hitzewelle in West- und Mitteleuropa die Maisbestände geschädigt hat, mit Folge niedrigerer Erträge, was sich stabilisierend auf den Weizenmarkt auswirkte. Die hohe Weizenernte Frankreichs von 38,2 Mio. mt scheint eingepreist zu sein. Dabei sind laut FranceAgrMer die Weizenqualitäten zufriedenstellend. Die westlichen Anbaugebiete zeigen Rohproteingehalte von 10,5-11,5 % bei hohen, östliche dagegen 11,5-12,5 % bei schwächeren Erträgen. Die Hektolitergewichte liegen bei 79-80 kg. Sorgen bereiten die geänderten Einfuhrbestimmungen Saudi-Arabiens, ermöglicht dies nach Lockerung der Qualitätskriterien, die Einfuhr von russischen Weizen dorthin. Der EU-Weizenexport gestaltet sich bisher schwierig. Laut EU-Kommission exportierte Brüssel bis 4. August nur 929.123 mt Weichweizen gegenüber 1.401.784 mt im Vorjahr, was ein Minus von 32,7 % ergab. In Deutschland veranschlagt Süddeutschlands Handel den Rohproteingehalt um ein Dreiviertelprozent niedriger als im Vorjahr. In Russland fiel der Weizenexport laut Grain Quality Control Center bis 7. August um 12 % auf 4,4 Mio. mt. Davon entfielen 1,4 Mio. mt auf die Türkei.

Am französischen Kassamarkt notierte Mahlweizen heute Morgen bei 171 EUR/mt FOB Rouen und 164 EUR/mt FOB Creil. Am Ober- und Niederrhein wurden 165 bzw. 171 EUR/mt FRANKO Mühle, in Hamburg 172 EUR/mt mitgeteilt. Futterweizen wurde zuletzt um 167 EUR/mt FRANKO Niederrhein und 174 EUR/mt FRANKO Südoldenburg gehandelt. Litauischer Weizen soll um 3 bis 3,50 EUR/mt günstiger am Niederrhein angeboten werden. Polnische Ursprünge kosteten um 156,75 EUR ab Station Slaski und 158,90 EUR ab Zachodni.

 

Weizen-Kassamarkt (Fronttermin)

B-Weizen (12/220/76), FOB, DAP  *12,5 RP

Parität

EUR/mt

Veränd.

Rouen

171,00

1,00

La Pallice

170,00

1,00

Creil

164,00

1,00

Hamburg

173,00

2,00

Westfalen

172,00

1,00

Rheinland

169,00

0,00

Oberrhein

166,00

1,00

Dresden

-

-

Russland*

-

-

Ukraine

156,30

0,10

Argentinien

-

-

 

EU-Weizenernte 2019-20 (Prognose)

EU-Weizenernte (1.000 mt) o. Durum

Länder

2019/20

2018/19

Frankreich

38.200

34.010

Deutschland

12,85

20.264

VK

15.286

14.086

Polen

10.733

9.615

Rumänien

7.500

8.404

EU-28

141.468

129.703

 

Welt-Weizenernte 2019-20 (Prognose)

Welt-Weizenernte (1.000 mt) 

Länder

2019/20

2018/19

USA

52.300

51.300

Kanada

32.100

31.800

Argentinien

20.000

19.500

Australien

21.200

17.300

China

132.000

131.400

Indien

101.200

99.900

Russland

74.200

71.700

Ukraine

29.000

25.100

Kasachstan

13.900

13.900

EU-28

149.100

139.000

Welt

771.600

731.700


Quelle: USDA, EU-Kommission u.a.

 

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