Weizen: Ägyptens Weizentender stimuliert Markt
15. August 2019 um 10:52 ,
Der AUDITOR
In den USA sank der Fronttermin in Chicago heute Morgen leicht auf 4,75 US-Dollar je Bushel, mit zuletzt wieder festerer Tendenz. In Paris legte der Kurs um 0,50 EUR/mt auf 166,75 EUR/mt zu. Die US-Sommerweizenernte kam in den nördlichen Plains wegen Regenfällen nur verzögert voran, zuletzt lag diese um 22 % im Rückstand zum fünfjährigen Mittel. Die Handelseinschätzungen für den wöchentlichen US-Weizenexport lagen bei 200.000 bis 500.000 mt, letzte Woche betrug dieser 487.672 mt. Für festere Preistendenz sorgte eine neue Weizenausschreibung der GASC Ägyptens für Lieferung Mitte bis Ende September, die heute Abend endet. Taiwan kaufte gestern 94.950 mt US-Weizen zum Preis von 222 bis 228 US-Dollar je mt FOB für Lieferung im Oktober und November, Thailand 51.000 mt US-Futterweizen für 221 US-Dollar je mt Cost & Freight. Brasiliens Regierung meldete Frostschäden bei Winterweizen, die Anfang Juli besonders die Provinz Parana betrafen und zu einer Verringerung der Weizenerzeugung um 15 % führen sollen. Deshalb erwartet das Ministerium in der Saison einen Anstieg der Weizenimporte deutlich über die Vorjahresmarke von 7 Mio. mt. hinaus.
In Westeuropa setzte sich der Abwärtstrend am Kassamarkt fort. Dabei gaben die Preise für Mahlweizen heute Morgen erneut um 1 EUR/mt auf 167 EUR/mt FOB Rouen und 160 EUR/mt FOB Creil nach. Am Ober- und Niederrhein wurden unverändert 165 bzw. 170 EUR/mt FRANKO Mühle, in Hamburg 169 EUR/mt mitgeteilt. Futterweizen wurde zuletzt um 166 EUR/mt FRANKO Niederrhein und 173 EUR/mt FRANKO Südoldenburg gehandelt. Von der neuen Weizenausschreibung der GASC in Ägypten, die heute Abend endet, dürfte die EU trotz gefallener Weizenexportpreise kaum profitieren, befürchtet der Handel. In Litauen bietet der Handel weiterhin B-Weizen mit 12 % Rohprotein und 280 Fallzahl zu Preisen um 152 bis 154 EUR/mt ab Station an. Polnischer Mahlweizen wurde zu Preisen von 154,50 EUR/mt ab Station Slaski und 157,25 EUR/mt ab Zachodni angeboten. Russische Offerten lagen zwischen 147-152 EUR/mt FCA Krasnodar bei Mindestabnahme von 540 mt.
Laut EU-Kommission hat der Import von Hartweizen deutlich zugenommen und erreichte bis 11. August 81.700 mt gegenüber 24.700 mt im gleichen Vorjahreszeitraum. Italien importierte allein 69.000 mt. Die Lieferungen kamen vorwiegend aus Kanada, wobei mit 49.200 mt deutlich mehr als im Vorjahr von 902 mt in die EU gingen. Der zweitgrößte Hartweizen-Lieferant ist Kasachstan mit 15.300 mt in die EU. Die USA lieferten 12.400 mt Hartweizen bis dahin in die EU. Der Preis für Hartweizen lag zuletzt bei 235 EUR/mt FOB Pallice, ähnlich hoch wie im Vorjahr.
Weizen-Kassamarkt (Fronttermin)
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B-Weizen (12/220/76), FOB, DAP *12,5 RP |
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Parität |
EUR/mt |
Veränd. |
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Rouen |
167,00 |
-1,00 |
|
La Pallice |
166,00 |
-1,00 |
|
Creil |
160,00 |
0,00 |
|
Hamburg |
169,00 |
-1,00 |
|
Westfalen |
170,00 |
-1,00 |
|
Rheinland |
167,00 |
0,00 |
|
Oberrhein |
165,00 |
0,00 |
|
Dresden |
- |
- |
|
Russland* |
- |
- |
|
Ukraine |
156,30 |
0,00 |
|
Argentinien |
- |
- |
EU-Weizenernte 2019-20 (Prognose)
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EU-Weizenernte (1.000 mt) o. Durum |
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Länder |
2019/20 |
2018/19 |
|
Frankreich |
38.200 |
34.010 |
|
Deutschland |
12,85 |
20.264 |
|
VK |
15.286 |
14.086 |
|
Polen |
10.733 |
9.615 |
|
Rumänien |
7.500 |
8.404 |
|
EU-28 |
141.468 |
129.703 |
Welt-Weizenernte 2019-20 (Prognose)
|
Welt-Weizenernte (1.000 mt) |
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|
Länder |
2019/20 |
2018/19 |
|
USA |
53.890 |
51.300 |
|
Kanada |
33.300 |
31.800 |
|
Argentinien |
20.500 |
19.500 |
|
Australien |
21.000 |
17.300 |
|
China |
132.000 |
131.400 |
|
Indien |
101.200 |
99.900 |
|
Russland |
73.000 |
71.700 |
|
Ukraine |
29.200 |
25.100 |
|
Kasachstan |
13.900 |
13.900 |
|
EU-28 |
150.000 |
139.000 |
|
Welt |
768.070 |
730.550 |
Quelle: USDA, EU-Kommission u.a.