Nüsse

Walnüsse: Märzexporte mit leichtem Plus

14. April 2022 10:14, Der AUDITOR
Bericht als Audio abspielen

SACRAMENTO/SANTIAGO. Die US-Walnussexporte konnten sich im März leicht erholen, gleichzeitig lagen die Inlandslieferungen deutlich hinter denen des Vorjahres. Insgesamt wurden seit Beginn dieser Saison ein Viertel weniger Walnüsse ins In- und Ausland geliefert.

Gesamtausfuhr liegt weiter im Hintertreffen

Seit Beginn dieser Saison wurden rund 228.875 mt Walnüsse mit und ohne Schale aus den USA exportiert, das sind 25% weniger als im Vorjahreszeitraum. Dabei gingen die Inlandslieferungen um 8% auf 56.759 mt zurück, die Exporte sogar um fast ein Drittel von 242.000 mt auf 172.115 mt.

Im März 2022 legte das Ausfuhrvolumen dagegen um 4% auf 28.319 mt zu, während die Inlandslieferungen um 15% auf 7.494 mt zurückgingen. Unter anderem haben wichtige europäische Abnehmerländer wie Deutschland (+28% auf 5.242 mt), Spanien (+22% auf 22.98 mt) und Italien (+39% auf 1.514 mt) ihre Einfuhr im vergangenen Monat deutlich gesteigert. 

US-Walnusslieferungen in mt

Land

2020/21

2021/22

Diff.

Europa

74.525

74.296

0%

Nordamerika

67.835

62.051

-9%

Afrika/Mittlerer Osten

100.301

52.507

-48%

Asien/Ozeanien

57.065

37.437

-34%

Mittel-/Südamerika

180

110

-39%

Andere

3.464

2.474

-29%

Gesamt

303.369

228.875

-25%

Quelle: California Walnuts; Ergebnis seit Saisonstart

Preistrend geht nach oben

Marktteilnehmern zufolge sind derzeit insbesondere helle Walnusskerne mit einem höheren Hälftenanteil gefragt, das sorgte für festere Preise für diese Qualitäten, denn der Großteil der US-Ernte 2021 bestand aus dunkleren Kernen. Zudem sorgen Lieferverzögerungen dafür, dass die Bestände im europäischen Spotmarkt schrumpfen.  

Derweil sorgen die vergleichsweise hohen Preise für die neue Ernte aus Chile für geringeres Kaufinteresse, was zu einer Patt-Situation führt. Es bleibt abzuwarten, ob Käufer oder Verkäufer zuerst nachgeben. 

Walnusspreise

Sorte

EUR/kg

Chandler, LHP 20%, USA

5,60

Chandler, LHP 80%, USA

6,85

Chandler, ELHP 80%, Chile

7,75

Type 185, geschält, ELHP 90%, China

5,90

XIN2, in der Schale, +32 mm, China

2,80

FCA Spanien

EU-Importe 2021 gestiegen

Gegensätzlich zum aktuellen Trend hatten EU-Staaten im vergangenen Kalenderjahr insgesamt 103.454 mt Walnüsse ohne Schale aus Drittländern importiert, rund 7% mehr als im Jahr zuvor. Die Einfuhr erfolgte vor allem aus den USA, mit 50.804 mt kam fast die Hälfte der importierten Menge von dort. Es folgten Chile, die Ukraine, China und Moldawien. Die Handelsdaten mit Walnusskernen innerhalb der EU zeigen, dass Re-Exporteure wie Deutschland und die Niederlande hier bei der Ausfuhr die Nase vorne haben, erst auf dem dritten und vierten Platz folgen Produktionsländer wie Rumänien und Frankreich.   

Import Walnüsse* in EU aus Drittland in mt

Land

2020

2021

Diff.

USA

46.024

50.804

10,4%

Chile

19.356

21.235

9,7%

Ukraine

14.816

18.005

21,5%

China

4.670

6.396

37,0%

Moldawien

8.128

4.952

-39,1%

Usbekistan

71

443

523,9%

Australien

186

330

77,4%

Andere

3.678

1.289

-65,0%

Gesamt

96.929

103.454

6,7%

Quelle: Europäische Kommission

*08023200 Walnüsse, frisch oder getrocknet, ohne Schale

Für mehr Informationen gehen Sie zu: 
weitere Preischarts

Dies könnte Sie ebenfalls interessieren

zur Nachrichten-Übersicht
Nüsse
23.06.2022
ORDU. Die Aufmerksamkeit hat sich auf die neue Haselnussernte in der Türkei verlagert. Die Nachfrage ist enttäuschend gering, und die Lieferanten versuchen mit kreativen Mitteln, dies zu ändern. Für viele türkische Produzenten werden sich die Dinge jedoch zum Schlechten wenden.
Nüsse
22.06.2022
SACRAMENTO/SANTIAGO. Zum Ende der Saison nehmen die Walnusslieferungen aus den USA noch einmal Fahrt auf, Deutschland zeigt sich hier als wichtiger Exportmarkt. Die insgesamt schwachen Ausfuhrergebnisse der bisherigen Saison erhöhen den Verkaufsdruck auf die Anbieterseite.
Nüsse
22.06.2022
HANOI. Wie Vinacas bekanntgab, sind die vietnamesischen Einfuhren in den ersten vier Monaten 2022 im Jahresvergleich merklich zurückgegangen. Auch die Exporte des Landes fallen geringer aus als im Vorjahr, allerdings ist der Rückgang hier moderater.
Nüsse
22.06.2022
TEHERAN. Da es keine akkuraten Statistiken über die jährliche Pistazienproduktion im Iran gibt, ist es schwierig, zuverlässige Prognosen zu erstellen. Tatsache ist jedoch, dass die Frühjahrsfröste in den letzten beiden Jahren erhebliche Ernteeinbußen verursacht haben und die Landwirte große Geldbeträge verloren haben. Die größte Bedrohung stellt jedoch die Wasserknappheit dar, die die Erzeuger bereits mit der harten Realität des Klimawandels konfrontiert.