Kokosraspel: Unsicherheit prägt den Markt

3. Juni 2026 um 14:43 , Der AUDITOR
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MANILA. Der Kokosnusssektor steht im Fall eines El Niño vor zahlreichen Herausforderungen. Die Lage in der Straße von Hormus sorgt weiterhin für erhebliche Unsicherheit. Die Frachtkosten legen weiter zu.

Wachsende Risiken für die Kokosnussproduktion

Die Wahrscheinlichkeit eines El-Niño-Ereignisses nimmt weiter zu. Aktuelle Modelle gehen mit einer Wahrscheinlichkeit von 79% davon aus, dass sich das Wetterphänomen zwischen Juni und August 2026 entwickelt und bis Anfang 2027 anhält. Für die Kokosnussbranche stehen weniger direkte Ernteverluste im Vordergrund als vielmehr mögliche Auswirkungen auf die Entwicklung der Pflanzen. Verzögerte Blütezeiten, Belastungen während der Ausbildung der Fruchtansätze sowie geringere Niederschläge in wichtigen Anbaugebieten könnten die Produktion beeinträchtigen. Hinzu kommen potenzielle Herausforderungen bei der Energie- und Wasserversorgung von Verarbeitungsbetrieben. Die größten Auswirkungen auf das Angebot werden vor allem für Ende 2026 und das Jahr 2027 erwartet; das geben die Experten von T.M. Duché in ihrem aktuellen Bericht an.

Straße von Hormus bleibt Unsicherheitsfaktor

Die Lage in der Straße von Hormus sorgt weiterhin für erhebliche Unsicherheit. Der Schiffsverkehr ist nach wie vor beeinträchtigt, während die weitere Entwicklung der Beziehungen zwischen den USA und dem Iran offen bleibt. Sollten die Einschränkungen anhalten, könnten die Kosten für Treibstoff, Versicherungen und Transporte laut T.M. Duché deutlich steigen. Dies würde sich auch auf die Philippinen auswirken, wo höhere Kraftstoffpreise die Logistik- und Produktionskosten zusätzlich belasten. 

Exportpreise bleiben weiterhin stabil

Die Exportpreise für Kokosraspeln sind seit mittlerweile 15 Wochen stabil, wie die Marktexperten berichten, während sich im Inlandsmarkt gegenüber der Vorwoche erneut gestiegen sind. Im Vergleich zu anderen Kokosprodukten entwickelte sich der Kokosölmarkt zuletzt schwächer. Der bislang bestehende Preisvorteil von Kokosöl gegenüber Palmkernöl hat sich damit deutlich verringert. Dies spricht für eine zurückhaltendere Einschätzung der kurzfristigen Preisentwicklung im Ölsegment.

Die Frachtraten für Handelsrouten zwischen Asien und Europa sind laut dem Drewry World Container Index bereits die vierte Woche in Folge gestiegen. Für philippinische Exporteure, die über Fernost-Routen nach Europa liefern, bedeutet dies, dass sie sich bereits jetzt Frachtraum für Juli und August sichern sollten und nicht davon ausgehen sollten, dass niedrigere Kokosölpreise die logistische Inflation vollständig ausgleichen werden, so T.M. Duché.

Im europäischen Spotmarkt sind die Notierungen für Kokosraspel hingegen seit April teilweise deutlich gesunken und liegen für Kokosraspel, high fat, fine aus Indonesien bei 2.550 EUR/mt FCA European Main Ports. 

Kokosraspel

Qualität, Ursprung

EUR/mt

High fat, fine, Indonesien

2.550

High fat, medium, Indonesien

2.850

High fat, fine, Philippinen

2.950

Quelle: Handel; FCA EMP

Für mehr Informationen gehen Sie zu:
- Preischart für Kokosraspel aus Sri Lanka
- Preischart für Kokosraspel aus Indonesien
- Preischart für Kokosraspel aus den Philippinen 
- Preischart für Kokosöl aus Indonesien
- weitere Preischarts

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