Umsatzrückgang in der Ernährungsindustrie

12. Februar 2021 um 13:40 , Der AUDITOR
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BERLIN. Die deutsche Ernährungsindustrie musste Corona-bedingt im zweiten und dritten Quartal 2020 einen Umsatzrückgang hinnehmen. Dies geht aus den Zahlen der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) hervor.

Im zweiten Quartal 2020 erwirtschaftete die Ernährungsindustrie insgesamt 44,2 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 3,5 % im Vorjahresvergleich entspricht. Das Ergebnis wurde hierbei von einer positiven Preisentwicklung gestützt, der Absatzrückgang fiel mit -4,6 % stärker aus. Sowohl das Inlandsgeschäft als auch der Export entwickelten sich rückläufig, wobei der Export stärkere Einbuße verzeichnete. Die Auswirkungen des Lockdowns im Frühjahr 2020 haben zusätzlich für einen außergewöhnlich starken Einbruch in der Lebensmittelproduktion geführt. Bereinigt um Saison- und Kalendereffekte wurde die Produktion im zweiten Quartal 2020 um 5,7 % gesenkt.

Negative Entwicklung setzt sich im dritten Quartal 2020 fort
Die negative Entwicklung wurde im dritten Quartal 2020 fortgesetzt. Mit einem Umsatz von 46,2 Mrd. Euro sank das Ergebnis um 1,2 % zum Vorjahreszeitraum. Bei einer stagnierenden Preisentwicklung stiegen sowohl der Inlandsumsatz als auch der Absatz um 0,6 % im Vorjahresvergleich. Insgesamt erwirtschaftete die Branche auf dem Heimatmarkt rund 31 Mrd. Euro. Das Exportgeschäft entwickelte sich hingegen rückläufig, die Branche erwirtschaftete im Ausland 15,1 Mrd. Euro und verfehlte das Vorjahresergebnis um -4,7 %. Nach Beendigung des Lockdowns im Frühling konnte sich die Produktionsleistung in der Ernährungsindustrie im dritten Quartal erholen. Der um Saison- und Kalendereffekte bereinigte Produktionsindex stieg um 3,6 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

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