Tödlicher Konkurrenzkampf im Sesammarkt

7. Februar 2017 um 13:47 , Der AUDITOR
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NEU-DELHI. Der indische Sesammarkt hält in dieser Saison einige Überraschungen bereit und die kommenden Monate bis zur Sommerernte können spannend werden.

Nachdem die Preise für indischen Sesam innerhalb der letzten Woche bis zu 80 USD/mt zugelegt hatten, zeigt sich der Markt jetzt wieder deutlich entspannter. Die Preise halten das Niveau der Vorwoche.
Kaum ist die Sesamernte im Süden Afrikas beendet, müssen sich die indischen Bauern auf die Aussaat der Sommerernte vorbereiten. Diese ist zwar deutlich kleiner als die Haupternte, dafür aber ein entscheidender Faktor für die weitere Preisentwicklung.

Sesampreise Indien

Sorte

USD/mt

Geschält, 99,95%

1.380

Natur

1.250

CIF Hamburg

 
Deutsche Käufer sind nicht aufzuhalten
Die letzte Haupternte fiel aufgrund von Regenschäden deutlich kleiner aus als erwartet, auch die Qualität litt unter den Wassermassen. Die Konkurrenz aus Afrika hatte, unter anderem aufgrund der guten Nachfrage aus China, ein leichtes Spiel, im Markt den Ton anzugeben und indische Händler haben ihre Preise mit Freuden nach oben angepasst.
Im vergangenen Jahr hat sich die Einfuhr antiproportional zu den Sesampreisen entwickelt, so dass die Importzahlen gegen Jahresende verhältnismäßig niedrig waren. Dennoch kommt mehr als ein Drittel der jährlichen Sesamimporte von insgesamt 31.000-33.000 mt aus Indien.

Sesamimporte Deutschland in mt

Land

2014

2015

2016*

Indien

13.087,90

12.963,90

13.000,00

Nigeria

7.897,40

8.348,90

7.676,28

Paraguay

1.905,60

1.611,30

1.166,75

Guatemala

1.432,00

1.013,20

867,97

Pakistan

1.240,30

768,80

369,74

China

107,80

140,70

71,83

Quelle: Statistisches Bundesamt           *Schätzung

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Preischart Sesam, geschält
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Preischart Sesam, natur

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