Sonnenblumenkerne: Verarbeiter trotzen dem Rohwarentrend

1. März 2017 um 15:47 , Der AUDITOR
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SOFIA. In weiten Teilen Bulgariens werden Regen und kühlere Temperaturen erwartet, an der Schwarzmeerküste soll es zudem neblig werden, das Wetter passt also hervorragend zur düsteren Stimmung im Sonnenblumenkernmarkt.

Florierende Geschäfte
Über die bulgarischen Häfen werden derzeit wieder größere Mengen Sonnenblumenkerne verschifft. Erst Mitte Februar wurden 19.000 mt Rohware verladen, aktuell erfolgt die Verladung von 14.000 mt und bald steht die Verladung von weiteren 20.175 mt bevor. Für die Rohwarenhändler gibt es daher keinen Grund, ihre Preise wieder zu senken, stattdessen ging es diese Woche noch einmal leicht nach oben. Schwarze Sonnenblumenkerne in der Schale, Reinheit 96% werden aktuell für 363 EUR/mt CPT Varna angeboten.

Sonnenblumenkerne, Osteuropa

Sorte

EUR/kg

Bakery, DDP Deutschland

0,730

Schwarz, in der Schale, CPT Varna

0,363

Ölware, Budapest Stock Exchange

0,357

 
Ein Markt im Wandel der Zeit
Verarbeitern sind diese Luxuspreise nicht vergönnt. Händler berichten von vermehrten Anfragen, die Käufer sind jedoch auf günstigere Preise aus. Sonnenblumenkerne, bakery aus Osteuropa halten das Niveau der letzten Monate und liegen unverändert bei 0,73 EUR/kg DDP Deutschland.
Ein Blick auf die Entwicklung der Sonnenblumenkernimporte nach Deutschland in den letzten zehn Jahren zeigt, wie sehr sich der Markt gewandelt hat. 2006 war China noch einer der wichtigsten Sonnenblumenkernlieferanten für den deutschen Markt, inzwischen haben osteuropäische Länder wie Ungarn und Bulgarien diese Position inne.

Sonnenblumenkernimporte Deutschland in mt

Land

2006

2011

2016

Ungarn

4.142

41.898

72.902

Bulgarien

8.272

30.706

52.533

Slowakei

1.093

25.225

20.656

Österreich

10.195

15.857

16.730

Frankreich

13.208

79.108

7.607

Moldau

40

1.474

5.887

Malta

0

0

4.338

China

37.040

13.267

4.075

Quelle: Statistisches Bundesamt

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Preischart Sonnenblumenkerne, bakery, Osteuropa

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